The Velvet Underground – The Velvet Underground & Nico

Erschienen: 12. März 1967

Hippies steckten sich Blumen ins Haar und packten die Wasserpfeife aus. The Velvet Underground steckten sich lieber Nadeln in die Venen und packten die Peitsche aus – zumindest sangen sie darüber. Ihr von Andy Warhol produziertes Debüt ist die ultimative Gegenveranstaltung zu den naiven Liebesbotschaften und dem kalkulierten Blumenkindgetue, das 1967 bald das Mainstream-Radio vollmüllte. Auch wenn Warhol ihnen dieglamouröse Sängerin Nico als Blickfangverpasst hatte: Diese Band war gefährlich. Lou Reed sang gerne über Drogendealer („I’m Waiting ForThe Man“), Sadomaso-Sex („Venus In Fürs“) und Heroin („Heroin“), während John Cale auf der Viola kratzte und Mo Tucker stoisch auf die Basstrommel kloppte. Selbst Nicos sprödem Gesang wohnt ein gewisses Bedrohungspotenzial inne („All Tomorrow’s Parties“, „I’IIBeYourMirror“). Ein Klassiker. Der wahrscheinlich mehr Menschen dazu brachte, eine eigene Band zu gründen, als diese Platte zu kaufen.

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