Animals

Vom warmen Grundton des Vorgängers meilenweit entfernt, war das bis dato düsterste Floyd-Album bestimmt von der zunehmend bitteren Weltsicht Waters‘, der bereits dabei war, die Band zu seiner Begleitcombo zu reduzieren, sich nur noch auf einem Stück die Autoren-Credits mit Gilmour teilte. Den Kern bilden drei epische Songs, in denen er – vage den Allegorien von George Orwells „Farm der Tiere“ folgend – mit kaltem Zynismus die Menscheit in „Dogs“, „Sheep“ und „Pigs“ einteilt. Der gespannten Stimmung der Texte trägt die Musik Rechnung, die kaum noch psychedelisch ausufert (Wrights Keyboards sind meist nur Hintergrunds-Atmo), sondern bestimmt ist von den sehr konzentrierten, strukturierten Gitarrenparts von Gilmour, der hier wahre Sternstunden hat und dem oft als unzugänglich gescholtenen Album beständige Klasse verleiht.

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