Bildergalerie: Über den Dächern Leipzigs

Jetzt am Kiosk: der neue me.style. Das Mode-Sonderheft des Musikexpress. Wir haben den preisgekrönten Berliner Fotografen Daniel Josefsohn und seinen Münchner Kollegen Markus Burke in die wichtigsten Städte des Landes geschickt, um diese existenziellen Fragen beantworten zu lassen. Dies sind die Berichte aus Leipzig.

Bild 1: Anja Heinicke, Szenenbildassistentin bei Filmproduktionen, Grünewaldstraße, Leipzig.

„Die Nacht verbringt man am besten an einem Ort, den es gestern noch nicht gab und morgen nicht mehr geben wird, von dem an diesem einen Abend jedoch die ganze Stadt zu wissen scheint.“

Bild 2:  Gerd Harry Lybke, Inhaber der Galerie Eigen + Art, Leipzig.

„Am besten ist es, die Nacht in Leipzig über den Dächern zu verbringen. Die Landschaft ist weit und flach, und Sonnenuntergang wie Sonnenaufgang liegen ganz nah beieinander.“

Bild 3: Dan Drastic, DJ und Produzent, im Distillery, Leipzig.

„Normalerweise ist nachts die Zeit, in der ich wach werde und anfange, kreativ zu sein. Im Idealfall verbringt man sie mit guten Freunden und viel Schnaps und zögert sie so lange wie möglich heraus, ohne dass man es später bereut.“

Bild 4:  Andreas Führing, Taxifahrer, Hauptbahnhof, Leipzig.

„Ich mag, dass die Straßen schön frei sind und dass man sich schneller fortbewegt und dass die Gäste andere sind als am Tag.“

Bild 5: Gothics. Von links nach rechts: Tina, Studentin; Tina, Auszubildende zur Änderungsschneiderin; Dirk, Altenpfleger; Mitschel, KFZ-Mechatroniker; Nadine, Einzelhandelskauffrau; Jana, Studentin; Vera, Studentin; Dani, Studentin; Paul, Auszubildender zum Bürokaufmann; Lord, Bilanzbuchhalter; Maria, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau, Alte Damenhandschuhfabrik, Siemensstraße, Leipzig

Mitschel: „Spaß, Unsinn und Tanzen. Das ist Nacht.“

Lord: „Nachts in Leipzig geht man am besten auf’n Südfriedhof.“

Jana: „Haare hoch, Sterni auf, tanzen, bis die Plateausohlen abgelatscht sind, und natürlich jede Menge Blödsinn anstellen. Das Leben
ist zu kurz, um erwachsen zu werden! Die Nacht bietet mehr Freiheiten als der Tag, und sie verändert Menschen. Sobald die Sonne untergeht, hat man die Freiheit, all das zu tun, wofür man tagsüber angestarrt oder vorverurteilt wird.“

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