Conan O’Brien erteilt Timothée Chalamet eine Opern-Lektion

Fast hätte Timothée Chalamet seinen ersten Oscar geholt. Auf den muss er noch etwas warten – und einen fiesen Spruch von Moderator Conan O'Brien runterspülen.

Natürlich bekamen so einige Hollywood-Stars und Personen des öffentlichen Lebens ihr Fett weg bei den Oscars. Dafür hatte man Conan O’Brien schließlich geholt.

Der einstige Late-Night-Gigant hielt sich am Sonntag (15. März) bei der Verleihung der Academy Awards im Dolby Theatre in Los Angeles dann mit Abrechnungen auch nicht zurück. Zuerst erwischte es böse Netflix-CEO Ted Sarandos, dem er unterstellte, zum ersten mal in einem Theater zu sein. Schließlich mache er sein Geld ja vor allem damit, dass er Menschen dazu bringe, zuhause zu bleiben. Anschließend lachte er darüber, dass die Amazon Studios kein einziges Mal nominiert waren.

Während Leonardo DiCaprio später live ein neues Meme verpasst bekam (weil er laut O’Brien der Hollywood-König der Internetspielereien ist), gab es auch eine Breitseite für Timothée Chalamet. Der hatte sich vor einigen Tagen mit der Klassik-Szene angelegt, als er Oper und Ballett aus der Zeit gefallene Kunstformen nannte.

Timothée Chalamet konnte herzlich lachen über den Joke

Dafür gab es nun die Quittung vom Moderator: „Die Security ist heute ziemlich angespannt. Mir wurde gesagt, es gebe Bedenken wegen Anschlägen sowohl aus der Opern- als auch aus der Ballett-Szene.“ Den „Marty Supreme“-Star entlockte der Joke ein freundliches Grinsen, auch seine Lebensgefährtin Kylie Jenner amüsierte sich über die offenbar erwartete Anspielung.

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Ein wenig löschte O’Brien seinen eigenen Scherz dann noch ab, als er sagte: „Die sind nur sauer, dass du den Jazz ausgelassen hast.“ Allerdings nahm er Chalamet später noch einmal auf den Kieker, als er einen Musiker des Orchesters aufforderte, einen bestimmten Move aufzuführen. Daraufhin wurde mit einer Tischtenniskelle wild auf eine Popo-Imitation geklatscht. Ein besserer Abend wurde es für den Schauspieler nicht. In der Kategorie „Bester Schauspieler“ gewann Michael B. Jordan für seine Rolle in „Blood & Sinners“.

Von wütenden Protesten von Opern-Stars ist indes nichts bekannt geworden. Warum auch, dafür hatte sich der Gastgeber eigens eine kleine Opern-Szene ausgedacht, die er zu einem fiktiven Oscar-Gewinn aufführen ließ. Der schärfste Gag galt ohnehin jenen, die in den Strudel der Epstein-Affäre geraten sind. O’Brien: „Zum ersten Mal seit 2012 ist kein britischer Schauspieler für Bester Schauspieler oder Beste Schauspielerin nominiert. Ein britischer Sprecher erklärte dazu: ‚Na ja, wenigstens verhaften wir unsere Pädophilen.’“

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.