Das Open Air St. Gallen feiert Jubiläum: Still crazy im 30. Jahr

1977 war ein bewegtes Popjahr: Punk und New Wave tobten im Vereinigten Königreich und drohten, die alten Idole der Popszene in die Mülleimer zu schubsen. Das erste St. Gallener Open Air, damals noch auf dem Ätschberg bei Abtwil, hatte mit dem punk-, discound reggaedominierten Zeitgeist noch wenig zu tun (dafür mehr mit dem Regen): Das Programm bestand vor allem aus Schweizer Acts, Gaststar war Brit-Blues-Veteran Alexis Korner. Und noch einige Jahre fuhren die Veranstalter ein eher zeitloses Programm, dasauch Jazz und die Vorlieben der Woodstock-Generation berücksichtigte. 30 Jahre später ist fast alles anders: Statt 2.800 Besuchern wie einst werden 30.000 erwartet, das Festival findet schon lange auf einem herrlichen Gelände im Sittertobel statt, und das Line-up ist so glanzvoll wie up to date. Franz Ferdinand, Massive Attack, Maximo Park, Kettcar, Fettes Brot u. v. a. werden die Sitterbühne bespielen. Eine Konstante seit der Sittertobel-Premiere 1981: der charakteristische Geruch des Festivals, der daher rührt, daß schwere Gewitter den Sittertobel fast jedes Jahr in ein Schlammbad verwandeln.

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