Deadmau5: ‚Die Techno-Szene ist profitorientiert‘

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Techno-Streber Joel Zimmerman alias Deadmau5 spricht in einem Interview über die „Techno-Szene“ als deren Vertreter er sich gerne geriert. Die Kollegen, so Deadmau5, seien nur daran interessiert, mit minimalem Aufwand maximalen Profit zu generieren.

Außerdem sagte Deadmau5, der privat gerne mal mit Skrillex abhängt, dass nicht allzu viele Leute in Sachen elektronische Musik Neues ausprobieren würden – wenn das mal kein Eigentor war.

Nachdem er nach der Forbes-Liste der bestbezahlten DJs gefragt wurde, in der er selbstverständlich auch auftaucht, versuchte er, die Sache herunterzuspielen, indem er auf den hohen Kostenaufwand verwies, den er mit seinen Touren hat:

„Ein Mauskopf muss schließlich auch bezahlt werden“ so Zimmerman.

Auch seinen Auftritt bei der Teenie-Serie „Gossip Girl“ hält er für gänzlich unproblematisch, weil: Man könne ja nicht wissen, ob er nicht auch vierzehnjährige Teenagerinnen als Fans habe, die sich freuen würden, ihn in einer Folge von „Gossip Girl“ zu sehen.

Soll er machen, was er will, der Deadmau5, aber sich dann als großer Mahner aufzuspielen, ist irgendwie reichlich albern.

Und preußische Disziplin und puritanischen Arbeitsethos von einer Szene zu erwarten, deren Kerngeschäft das Partymachen ist, erscheint ebenfalls reichlich utopisch.


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