Der Lederhandschuh

Im Mittelalter diente er dem Schutz vor unreiner Berührung, war Zeichen des Standes. Im 18. Jahrhundert wurde er aus Eitelkeit selten abgelegt: der Handschuh, vornehmlich aus Kalbs- oder Ziegenleder, aufwändig verziert, gängig in vielen Farben. In den 1950er-Jahren wurde der Lederhandschuh zum unverzichtbaren Accessoire der feinen Dame. Männer taten es Marlon Brando nach, der 1953 in „Der Wilde“ in voller Ledermontur als tougher Biker auftrat. Eine prominente Rolle spielte der Handschuh auch in den Sechzigern für die avantgardistische Garage-Band The Music Machine: Alle Mitglieder trugen stets einen einzelnen schwarzen Lederhandschuh. Die Designer Raf Simons und Karl Lagerfeld verzichten in keiner Kollektion auf den eleganten Fingerschutz, der klassisches Design und Stil so zeitlos verbindet.

Gesehen bei: Firetrap, Topman, Roeck

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