Der Politiker mit der Gitarre

Dan Bern war eigentlich für sein neues Album von vornherein festgelegt worden, verteilte doch der Fortgang der Weltpolitik die Rollen und Argumente schon vorab: In der rechten Ecke George „Rambo“ Bush, der aus dem Land der singenden Freidenker ein geistiges Zuchthaus der Patrioten machen will; in der linken Ecke Dan Bern, der spätestens mit der politischen The Swastika-E.P. und dem darauf enthaltenen „Talkin‘ Al Kida Blues“ den Kampf für unamerikanische Aktivitäten aufgenommen hat: ….. if in times like these you can talk about individual freedom… you’re probably a terrorist.“ Bush legte mit dem Irak Krieg nach, also durfte man von Bern eine Aufrüstung seiner Argumente erwarten. Stattdessen zelebriert der Songwriter mit seiner Band International Jewish Banking Conspiracy das alternative American Songbook zwischen Soul, Gospel.Country und Folk, als wolle er den Grammy für Lebensfreude gewinnen. „Die wichtigste Frage für mich war: Welche Stücke machen mir am meisten Spaß?“, sagt Bern über Fleeting Days. Beseelt singt er über die Liebe – ist das nicht fahrlässig in Zeiten wie diesen? Bern kontert: „Ich will nicht zulassen, dass diese Regierung uns den Spaß am Leben nimmt. Denn diese Freude könnte die Kraft sein, die am Ende die Dinge umdrehen wird.“ www.danbern .com

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