Der Teufel am Telefon

Für U2s Zooropa-Tour schlüpft Bono in die Rolle des teuflischen "MacPhisto" - und führte Live-Telefonate mit prominenten Zeitgenossen.

LONDON: Anruf bei Salman Rushdie. Bono: „Trauen Sie sich eigentlich noch aus dem Haus?“ Rushdie: „Vor Ihnen habe ich jedenfalls keine Angst. Echte Teufel tragen keine Hörner.“

FRANKFURT: Anruf bei Helmut Kohl, der aber abwesend ist. Bono hinterläßt eine Nachricht: „Vielen Dank, daß Sie mich erneut in Ihr Land gelassen haben.“

ROTTERDAM: Anruf bei Königin Beatrix, die jedoch genervt auflegt. Bono: „Das letzte Mal, als ein Monarch den Hörer einfach aufgelegt hat, ließ ich Schloß Windsor abbrennen.“

BOLOGNA: Anruf bei Heldentenor Luciano Pavarotti. Bono: „I just called to say I love you. Wie geht’s Ihnen, Maestro?“ Pavarotti: „Danke, ausgezeichnet.“ Bono: „Ich habe gehört, daß Sie abnehmen wollen -— schlank in die Neunziger. „Pavarotti: „Ist mir zwar nicht gelungen, aber ich versuche es weiterhin.“ Bono: „Ich liebe Sie aber so, wie Sie sind.“

LAUSANNE: Anruf bei dem Bankier Bernhard Hensch, der Hitlers angebliche Millionen sucht. Bono: „Sie haben Ihren Job gut gemacht.“

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