„Die schwarze Witwe“

von Bob Rafelson

Sie sprüht nicht gerade vor weiblichen Charme, dafür ist sie klein, energisch und tüchtig. Debra Winker spielt die Kriminalbeamtin, die von ihren Kollegen nicht ganz ernstgenommen wird. Beim Computer-Vergleich rätselhafter Todesfälle hat sie der Veri heschlichcn. daß irgendwo drau-

ßen im Lande eine „schwarze Witwe“ ihr Unwesen treibt – ein mordlüsternes Weibchen, das sich reichen Männern nähert, sie tötet und“.aussaugt“, sprich: beerbt.

Debra ermittelt im Alleingang und trifft wahrhaftig auf das tödliche Weib: Theresa Russell. Doch bevor sie überführt werden kann. entspinnt sich zwischen den beiden Frauen ein erotisches Umlauern. Die Luxusfrau Russell macht die biedere Polizistin Winger mit den Freunden der Reichen und Müßiggänger vertraut. Sie lockt und erführt, bis zum etwas aufgesetzten Ende doch noch die Gerechtigkeit triumphieren darf.

Bob Rafelson. der Regisseur, hat mit dem Jack Nicholson-Film“.Wenn der Postmann zweimal klingelt“ bewiesen, daß er mit erotischen Spannungen umzugehen weiß – diesmal knistert’s zwischen den Damen. Eine gelungene Verbeugung vor den schwarzen Detektiv-Filmen der Vierziger Jahre. Kinostart: 14. Mai

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.