Die Zukunft heißt Frau


Der 56jährige italienische Regisseur Marco Ferreri („Das große Fressen“, „Die letzte Frau“) gilt gemeinhin als Schock-Regisseur, dessen Filmen ob ihrer Themen oft wilde PR-Aktivitäten vorausgehen. Hanna Schygulla, die nach „Die Geschichte der Piera“ jetzt schon zum zweitenmal mit ihm gearbeitet hat, sagt über den Anarcho-Poeten der Leinwand: „Ferreri ist jemand, der den Mut hat, seinen eigenen Wünschen und Phantasien sehr weit nachzugeben: Was wir uns wünschen und wie wir mit diesen Wünschen leben – daraus macht er seine Filme.“

Diesmal sind es Anna (Hanna Schygulla) und Gordon (Niels P. Arestrup), die sich etwas wünschen: Die beiden leben zusammen und lieben sich. Doch aus Angst vor einem Atomkrieg verzichten sie auf ein eigenes Kind. Da stößt eines Tages das schwangere Mädchen Malvina zu ihnen (gespielt von Ornella Muti, die während der Dreharbeiten selbst schwanger war).

Es entwickelt sich eine Dreiecksbeziehung, die mit dem Tod Gordons ihr Ende findet. Malvina zieht weiter, und Anna wird Mutter von Malvinas Kind.

Ferreri liefert einmal mehr einen Gedanken-provozierenden Beitrag über Formen menschlichen Zusammenlebens. Und wie immer bei ihm gehört die Zukunft weniger den Männern als den Frauen.