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Diese 9 Rap-Videos sind in die Geschichte eingegangen

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Fast wäre das Musikvideo gestorben, mögen Pessimisten krakeelen. Nach dem langsamen Sterben der Musiksender schien es nur eine Frage der Zeit, bis Künstler auf die teuren visuellen Produktionen verzichten würden. Doch das Video ist nicht totzukriegen, hat sich neu erfunden und ist heute wichtiger denn je. Musikvideos sind wieder voll in – und deshalb ist man bei YouTube Music auch genau richtig.

Ob als politischer Kommentar, dramatischer Kurzfilm oder bunte State of the Art: Musik ist auch auf der visuellen Seite so wandelbar wie nie zuvor. Wir haben für Euch neun Musikvideos ausgesucht, die in den ewigen Hallen des Ruhmes ihren legitimen Platz haben.

The Pharcyde – Drop (1995)

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„Wie machen die das?“ – Mit offenem Mund saßen Mitte der Neunziger verwirrte Zuschauer vor den Fernsehern, während die Kalifornier von The Pharcyde durch ihr Musikvideo zu „Drop“ fielen und sich ihrer Klamotten entledigten. Kein Geringerer als Querkopf-Regisseur Spike Jonze („Being John Malkovich“, „Her“) filmte diesen Rap-Video-Meilenstein, für den The Pharcyde mit Linguisten zusammen den Text rückwärts auswendig lernten, um die Köpfe der ungläubigen Zuschauer zum Explodieren zu bringen.

Eminem – Stan (2000)

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Die schwangere Dido liegt im Bett, streicht sich über den kugelrunden Bauch. Kurze Zeit später hat Stanley, der Vater des Kindes, sie angeschrien, die Badezimmertür zugeschlagen und sich in den Keller verzogen, um seinem Idol Briefe zu schreiben. Die Kellerwände sind geschmückt mit unzähligen Postern von Marshall Mathers, während das Gewitter im Hintergrund schon von der bevorstehenden Tragödie kündet.

Die Detroiter Legende Eminem hat in den vergangenen 20 Jahren eine ganze Reihe ikonischer Popkultur-Momente geschaffen, doch keiner ist so eindringlich wie die Geschichte um den fanatischen Stan. Ob man die Gänsehaut nun bekommt, wenn das Auto samt ihm und der schwangeren Dido im Kofferraum die Brücke runterstürzt oder im allerletzten Moment, in dem Eminem selbst die Erkenntnis wie ein Blitzschlag im dunkelsten Sturm trifft – kalt lassen kann einen „Stan“ nicht.

Samy Deluxe – Weck mich auf (2001)

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Im Gegensatz zum US-Rap hat Deutsch-Rap nicht gerade eine beeindruckend lange Geschichte als sozialkritisches Vehikel für Abgehängte und Minderheiten. Eine Ausnahme bildet das dystopische Schwarz-Weiß-Video zu „Weck mich auf“ des Hamburgers Samy Deluxe. In einer außerkörperlichen Erfahrung berichtet er unter anderem von Drogenkonsum aus Perspektivlosigkeit oder Racial Profiling der Polizei, lange bevor das Bewusstsein dafür auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und ist damit zumindest in Teilen noch heute frustrierend aktuell. Die visuelle Reise durch die tiefsten Abgründe der Bundesrepublik ist das Gegenteil eines Feel-Good-Movies und gerade deshalb so wichtig.

OutKast – Hey Ya! (2003)

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Wie viel Spaß ein Musikvideo machen kann, zu dem man sich schütteln möchte wie ein Polaroid-Bild, beweist „Hey Ya!“ der beiden Innovatoren André 3000 und Big Boi aka Outkast. Im wahrsten Sinne des Wortes eine André-One-Man-Show, spielt er im klassischen TV-Setting einfach alle Mitglieder der fiktiven Band „The Love Below“ selbst und reißt vor einer Gruppe kreischender Frauen in bester Beatles-Manier die Hütte ab. Kein Wunder also, dass die euphorische Achterbahnfahrt von einem Video diverse Preis einheimste und bei den MTV Video Music Awards 2004 sogar zum „Video of the Year“ gewählt wurde. Widerstand gegen „Hey Ya!“ ist auch knapp 15 Jahre später zwecklos.

Sido – Mein Block (2004)

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Als Anfang des neuen Jahrtausends die Berliner die hiesige Rap-Szene übernahmen, spielten Eltern wie Zensoren gleichermaßen verrückt. Obwohl der Remix zu Sidos „Mein Block“ einer der Hits der Stunde war, im Fernsehen war es unmöglich, all die Zeilen des Songs unzensiert zu hören, die den Albträumen der Mittelschicht entsprungen zu sein schienen. Trotz dieser Widrigkeiten legte der Maskenmann mit dem Bericht aus dem Märkischen Viertel in Berlin endgültig den Grundstein für seinen kometenhaften Aufstieg. Nicht zuletzt wegen der krassen Gegensätze, den grauen Blocks und den bunten Partys, die im Video den Mikrokosmos einfangen und eine verstörende Anziehungskraft entwickeln.

Cro – Easy (2011)

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Wenn plötzlich jeder ein Outfit haben will, wie die Frau aus dem „Easy“-Video oder wahlweise gerne eine Frau kennenlernen möchte, die sich kleidet wie sie, dann kann man ungefähr erahnen, welche Auswirkungen das Cro-Video nach seiner Veröffentlichung auf die Jugendkultur in Deutschland hatte. Abgeschnittene T-Shirts, kurze Jeans und trotzdem gerne eine Mütze auf: Lange bevor Influencer ein Thema waren, influencete der Panda aus Stuttgart mal eben eine ganze Zielgruppe mit sommerlichen Vibes und pushte ganz unauffällig seine eigene Modemarke. Am Konzept der mitrappenden Protagonistin haben sich danach viele versucht, aber das Momentum von Cro bleibt unerreicht.

Tyler, The Creator – Yonkers (2011)

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Wie man mit einfachen Mitteln verstören kann, bewies Hobby-Störenfried Tyler, The Creator 2011 mit seinem Video zu „Yonkers“. Eine Kakerlake, schwarze Kontaktlinsen, eine Schlinge und ein Hocker reichen aus, um diesen Höllentrip zu inszenieren. Begeisterung für das Video hatte auch Kanye West, der es zu einem der besten des Jahres 2011 erklärte. Sieben Jahre später wurde allein auf YouTube über 100.000.000 Mal angeschaut, wie Tyler erbricht und am Ende am Strick baumelt. Die Tilt-und-Shift-Objektive, die die Schärfe im Bild immer wieder verschieben, geben dem Ganzen eine weitere unangenehme Ebene. Mit diesem Musikvideo hat der damals knapp 20-Jährige sich ein gruseliges Denkmal gesetzt, bei dem er auch noch selbst Regie führte.

Kendrick Lamar – Alright (2015)

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Musikvideos des aktuell wichtigsten Rappers der Welt sind mehr, als nur reines Begleitwerk. Sie sind sozialer Kommentar, sind dokumentarisches Manifest, sind eine Stimme für das schwarze Amerika und darüber hinaus ein Zelebrieren der Menschlichkeit und für ein Miteinander. Obwohl jedes Video von Kendrick Lamar ein überquellende Sammlung von Querverweisen und Metaphern ist, sticht „Alright“ noch raus. Ganze zwei Minuten dauert es, bis der eigentliche Song startet und bis dahin haben schon Polizisten ein Auto voller Schwarzer getragen, die Kirche hat ihren symbolischen Platz gefunden und die Gewalt ihr grausiges Gesicht gezeigt. Trotzdem ist der Grundtenor kein gänzlich negativer.

Technisch beeindruckend fliegt Kendrick wie Superman durch die Nachbarschaft, hängt kopfüber zwischen seinen Freunden an der Westküste und rappt in schwindelerregender Höhe auf einer Ampel. Und selbst als er am Ende von der Kugel eines Polizisten erwischt wird, ist es für King Kenny noch nicht vorbei. Das Letzte, was man im in Schwarz-weiß gefilmten Video sieht: Ein Lächeln.

Drake – Hotline Bling (2016)

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Es gibt keinen Menschen, der das Meme-Zeitalter besser verstanden hat, als der kanadische Rapper Drake. Ob Kiki-Challenge („In My Feelings“) oder emotionales Knöpfedrücken („God’s Plan“): Aubrey Graham versteht, wie etwas viral wird. Bestes Beispiel ist das Video zu „Hotline Bling“, dessen Parodien mittlerweile in die Hunderte gehen dürften. Selbst Donald Trump tanzte bei SNL zu dem blinkenden Telefonanschluss. Kubistische Studios, bunte Farben und Drakes notorisch schlechtes Tanzen haben dem Video fast anderthalb Milliarden (!) Aufrufe beschert und Memes geboren, die selbst bei der schnelllebigen Instagram- und Snapchat-Generation noch knapp drei Jahre später Verwendung finden. Making a new meme? Nope. Reusing old Drake memes? Yup!



Diese und viele weitere Musik-Inhalte können bei YouTube Music abgerufen werden. In dieser Übersicht gibt es weitere Infos:

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