Eine große Nachtmusik

Rechts schwenkt? Nicht die Bohne. Mit ihrem fünften Album BIG NIGHT MUSIC bleiben Shriekback ihrer alten Linie treu: „Wir wollen keine Musik machen, die nach Milchshake und Eiscreme klingt. Die Leute sollen was zu beißen haben! Wir klingen eher nach Brot und Nüssen.“ Knackig, meine Herren! Als Barry Andrews (der mit der Glatze) Ende der Siebziger XTC verließ, wollte er so richtig schöne Popsongs machen. Den Biß bekam das Ganze von Bassist Dave Allen (Ex-Gang Of Four), Schlagzeuger Martyn Barker und durch ein kontinuierlich exotisch/mystisches Image. Trotzdem hat man bisher weitgehend an Shriekback vorbeigehört —abgesehen von den Kritikern, die das Trio plus vierköpfige Life-Band zum alljährlich stattfindenden New Music Seminar nach New York einluden. Einen (kleinen) Chart-Erfolg konnten die Shrieks erst 1985, vier Jahre nach ihrer Gründung, verbuchen — jetzt sind sie mit BIG NIGHT MUSIC auf Platz drei der Kritiker-Tips des „Musikalischen Überwachungs-Vereins“.

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