Elvis

Der „King Of Rock V Roll“ starb vor 15 Jahren im Badezimmer seines Anwesens „Graceland“ 42jährig an Herzversagen. Das Vermächtnis: Mehr als eine Milliarde verkaufter Tonträger, über 30 Hollywood-Spielfilme.

Rock V Roll als Postwertzeichen: ß Länder verewigten Elvis auf über 400 verschiedenen Briefmarken. Obige Sondermarke erscheint in den USA pünktlich zum i$. Todestag, das Motiv wählten die Leser der Zeitschrift „USA Today“.

Seine erste Platte nahm Elvis 1953 für sein Mütterlein auf: „My Happiness“ hieß der vertonte Geburtstagsgruß, der den SUN-Srudio-lnhaber Sam Phillips aufhorchen ließ. Er nahm den jungen Lastwagenfahrer unter Vertrag. Elvis’erste offizielle Single auf dem SUN-Label (5. 7. 34) covcri allerbesten Nachkriegs-Blues: Arthur „Bi% Boy“ Crudup hatte „Thal ’s All Right Mama“ bereits IQ46 eingespielt.

Vom Indie zur Major-Company: Für damals unglaubliche 35.000 Dollar wechselte Elvis 1955 zum New Yorker RCA-Konzern. Die Mitbewerber CBS und Atlantic hatten das Nachsehen: 15 bzw. 25.000 Scheinchen waren nicht genug.

Auch das Reich der Mitte schätzt den smarten Gentleman aus Tupelo, Mississippi: Eine aktuelle Meinungsumfrage nach den bekanntesten Persönlichkeiten des dekadenten Westens ergab in China folgende Wertung: 1. Jesus Christus, 2. Richard Nixon, j. Elvis Presley.

Hysterie auch nach seinem Tod: 1988 berichtete das US-Boulevardblatt „Sun“, eine sowjetische Weltraumsonde habe eine Elvis-Statue auf dem Mars entdeckt. Damit nicht genug: Die Statue soll den Sowjets außerdem „All Shook Up“ vorgespielt haben.

Der Mann hinter den Kulissen: Tom „Colonel“ Parkerzieht alle Karriere-Fäden und vermarktet Elvis ohne Skrupel. Bereits während seiner Wanderjahre durch den amerikanischen Süden erweist sich der ehemalige Schausteller als dubioser Geschäftemacher: Er pinselt Spatzen gelb an und verkauft sie als Kanarienvögel.

In Baltimore wankt Elvis völlig erschöpft von der Bühne (1977), das Konzert muß abgebrochen werden: Ärzte konstatieren bei dem aufgedunsenen „King“ exzessiven Arzneimittelmißbrauch. Die bunten Pillen und seine Freßsucht werden ihm kurz darauf zum Verhängnis. G.I. Blues — auch Elvisse müssen zum Bund: Von 1938—60 leistet der King in Fort Hood und Bad Nauheim seinen Wehrdienst ab. 1Q59 bleibt ein ,^tiidiofieies“Jahr.

Doch die patriotische Pause erweist sich als Glücksfall: Elvis ist populärer denn je.

Die via Satellit weltweit ausgestrahlte Fernsehshow „Aloha from Hawaii“ verfolgen 1973 über eine Milliarde Zuschauer. Rekordverdächtig: Die Einschaltquote auf den Phillipinen beträgt 91 %.

¿ .Taking ^^^^ Care Of Business* (sinngemäß: .Was wir anpacken, machen wir richtig*) lautet der Wahlspruch des Elvis-Clans .Memphis Mafia*. Eine eingeschworene Männergesellschaft, bestehend aus seinen Leibwächtern, Roadles, engen Freunden und Schmarotzern.

¿ Zusammen mit Carl Perkins und Jerry Lee Lewis nimmt Elvis 1956 religiöses Liedgut auf: Just A Linie Talk With Jesus‘, .Blessed Jesus Hold My Hand* u.a.

¿ Nur .befriedigend‘: Die Musiklehrerin der Humes High School verpaßt Elvis in der 8. Klasse ein« laue ,3*.

¿ .The Complete SO’s Masters* heißt die aktuelle 5-CD-Box (BMG), auf der sämtliches Material der frühen RCA-Zeit enthalten ist. Rarität: Eine Probeaufnahme von .Fool, Fool, Fool*.

I Der Kult lebt: Täglich pilgern 2500 Fans zum Elvis-Domizil .Graceland*. Kürzlich sprach dort sogar Elvis‘ Geist zu einem braven amerikanischen Zahnant:

.Warum bringst du mir diese gottverdammten Tulpen? Du weißt, ich hasse Tulpen f ¿ Elvis, das Millionending – seine kommerziell erfolgreichsten Platten sind (in dieser Reihenfolge): .Blue Hawaii* (1961), .G.I.Blues‘ (1960), .Elvis Presley‘ (1956), .Elvis Is Back‘ (1960), .Aloha From Hawaii‘ (1973). ¿ Seine 33 Hollywood-Spielfilme waren nur in monetärer Hinsicht erstklassig: Sie spielten bis dato über 150 Mio. Dollar ein. ¿ Was haben Michael Jackson, Anneliese Rothenberger und Elvis Presley gemein? Facelitting! 1975 läßt sich der .King* in Memphis verjüngen. ¿ Nur das Beste ist für den neureichen .King* gut genug: Elvis bevorzugt schwere Harley Davidsons und einen pinkfarbenen Cadillac, bevor er schließlich auf Ferrari, Rolls Royce und Mercedes umsteigt.

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