Ex-Freundin von Lostprophets-Sänger (†) bricht ihr Schweigen
Die ehemalige TV-Moderatorin Fearne Cotton spricht erstmals über Ex-Freund Ian Watkins und die Folgen seiner Verbrechen.
In ihren neuen Memoiren erzählt die britische Fernsehmoderatorin („Top Of The Pops“) und Radio-DJ Fearne Cotton über die Zeit, als sie von den grausamen Sexualverbrechen ihres Ex-Freunds Ian Watkins erfuhr. Cotton, die in Deutschland vor allem durch die Moderation verschiedener Kindersendungen wie „Finger Tips“ bekannt ist, war im Jahr 2005 mit dem Sänger der walisischen Rockband Lostprophets liiert.
Die schrecklichen Verbrechen von Ian Watkins
Watkins war 2013 in 13 Fällen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu 29 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte unter anderem den Vergewaltigungsversuch an einem elf Monate alten Baby gestanden. Zudem missbrauchte er mehrere Kinder unter 13 Jahren. Er wurde 2025 im Gefängnis nach Verbüßung von 12 Jahren einer 29-jährigen Haftstrafe ermordet.
Scham und Isolation bei der Arbeit
In ihrer neuen Autobiografie „Likeable“ nennt Cotton Watkins nicht namentlich, schreibt aber über ihre Arbeit beim britischen Radiosender „BBC Radio 1“ zu dieser Zeit: „Eine schreckliche Nachricht, die mich zwar nicht direkt betrifft, aber dennoch eine vage und mein Leben verändernde Verbindung zu mir hat, wird an diesem Tag wieder in meiner eigenen Radiosendung ausgestrahlt werden.“
Cotton schreibt, sie habe sich dazu gezwungen gefühlt, „die Wut, die Empörung, die Trauer und die Tränen zu unterdrücken“, während sie an dem Tag, als die Nachricht bekannt wurde, ihre Sendung moderierte, und spricht von dieser ganzen Zeit als einer Zeit der „Depression und Schwere“.
Sie beschreibt auch die „Scham“, die sie bei der Arbeit empfand, und fügt hinzu: „Ich fühle mich gleichzeitig angestarrt, beäugt und doch völlig ignoriert von den Kollegen im Büro. Reden sie alle hinter meinem Rücken über mich? Oder bin ich eine Narzisstin, weil ich das denke?“
2015 verließ Cotton die BBC.
Ausstieg aus Showbusiness wegen Panikattacken
In eine, Interview mit „The Times“ sprach sie im Jahr 2024 über die Gründe, warum sie die Unterhaltungsindustrie verlassen hatte, und nannte ihre Angstzustände als einen Grund dafür. „Nach einer Woche dachte ich mir: ‚Ich fühle mich krank – ich kann das nicht‘“, erzählte sie. Sie ging auch auf ihre Panikattacken ein und fügte hinzu: „Ich kam an einen Punkt, an dem ich mir dachte: ‚Warum tue ich mir das an? Bin ich so verzweifelt, gesehen oder gehört zu werden?‘“
Cotton fuhr fort: „Ich habe gelernt, dass ich heute für kein Geld der Welt mehr Live-Radio oder -Fernsehen machen könnte. Der Gedanke, auf die Plattform eines anderen zu gehen – mit diesem Risiko und dieser Beurteilung und diesem Element des Unbekannten? Mein Nervensystem hält das nicht aus – es ist völlig am Ende. Mich in diese Situation zu begeben, ist, als würde man mich in eine Löwengrube werfen.“
2018 lancierte Cotton ihren Podcast „Happy Place“, der sich mit Wohlbefinden und psychischer Gesundheit befasst. Außerdem hat sie acht Selbsthilfebücher, zwei Kinderbücher und vier Bücher zum Thema gesunde Ernährung veröffentlicht. Von 2011 bis Ende 2024 war sie mit Jesse Wood, dem Sohn des Rolling-Stones-Gitarristen Ron Wood, liiert.

