Gruff Rhys: Weihnachts-EP „Atheist Xmas EP“

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Was ist eigentlich, wenn man als Atheist kein Bock auf Krippenspiel in der Kirche hat? Auch nicht, wenn versichert wird, dass man danach sicherlich in Stimmung ist und echt gerne mit den „Gen-Himmel-schauenden“ die Bank teilen dürfte. Also die Stimmung derjenigen, die einer Religion angehören und deswegen irgendwie doch ein bisschen mehr Weihnachten feiern (dürfen) als die Atheisten, denen der Sinn des Festes über all den Weihnachtsinszenierungen steht. Nur weil man im Volksmund als „gottlos“ gilt, darf man eigentlich alle Turnübungen auf Knie- und Sitzbänken mitmachen, mitsingen und hierzulande nach dem Krippenspiel gerührt sein. Man darf sich Geschichten über den anhören, der nun leider nicht persönlich für einen zuständig ist. Man wird hören, dass der Vater am Ende „unser“ ist und merken, dass man als Atheist erstmal nicht sofort von den Gläubigen erkannt wird, wenn man nicht ganz ungläubig auf den Altar stiert. Man vertilgt auch die gleichen Würstchen, den gleichen Kartoffelsalat, und von beispielsweise einer katholischen oder evangelischen Entenfüllung hat man auch noch nichts gehört. Eigentlich stehen einem als Atheist alle Türen offen und wenn man sie nicht begehen will, dann ist man halt ein wahrer Atheist.

Gruff Rhys hat sich etwas für die Atheisten unter uns überlegt. Einen Weihnachts-Soundtrack in EP-Länge mit dem Titel „Atheist Xmas EP“. In „Post Apocalypse Christmas“, kann man nun hören, wie Weihnachten sich für Atheisten anfühlt, wenn sie mal wieder am Heiligen Abend an die Apokalypse der Glaubwürdigkeit stoßen:


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