Hamburger „Golden Pudel Club“ abgebrannt

Der Szeneclub in St. Pauli sollte zwangsversteigert werden.

Der Golden Pudel Club in Hamburg wurde vergangenen Sonntagmorgen, am 14. Februar 2016, durch einen Brand zerstört. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Polizeibeamte haben das Feuer am frühen Morgen entdeckt. Etwa 150 Menschen wurden evakuiert, keiner wurde verletzt. Der Brand ging von einem Anbau des Szeneclubs aus und griff schließlich auf den Dachstuhl über.

Der Hamburger „Golden Pudel Club“ wird zwangsversteigert
Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude am Hamburger Hafen kann vorerst nicht mehr genutzt werden. Feuerwehrleute mussten Teile des Dachs entfernen, um Glutnester zu löschen. Der ausgebrannte Dachstuhl ist außerdem laut Statikern des Bezirksamtes Altona akut einsturzgefährdet. Wie hoch der Schaden ist, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Ein möglicher Grund für Brandstiftung ist die geplante Versteigerung des Clubs im April 2016. Nach jahrelangem Streit der beiden Eigentümer Rocko Schamoni und Wolf Richter hatte Letzterer die Teilversteigerung (eine Form der Zwangsversteigerung) erwirkt. Der „Pudel Verein für Gegenkultur e.V.“ kämpfte bereits längere Zeit dagegen an. Er steht eigenen Angaben nach für die „Erhaltung selbstbestimmter Urbanität insbesondere auf dem Gelände des Golden Pudel Clubs“.

Bisher gibt es keine konkreten Vermutungen, wer den Brand gelegt haben könnte.

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