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Im Style-Interview mit Rudimental: „Wir tragen auch Jogginghosen, wenn wir abends ausgehen“

Wenn Musiker als Testimonials für Modehäuser verpflichtet werden, passen beide Parteien selten so stimmig zueinander, wie die Jungs von Rudimental zu der britischen Modemarke Bench. Logo, beide Parteien kommen aus Großbritannien, aber das ist längst nicht die einzige Gemeinsamkeit, die sich das 2010 gegründete Drum-n-Bass-Quartett mit dem Ende der 1980er-Jahre ins Leben gerufenen Streetwear-Label teilt.

ME.STYLE traf Amir Amor, DJ Locksmith, Piers Agget und Kesi Dryden zum Fashion-Talk in einer Bar im Osten Londons, in der die Band bereits das Cover ihres zweiten Nummer-1-Albums, WE THE GENERATION, das Platin einspielte, shootete.

ME.STYLE: Ihr seid aktuell Markenbotschafter für ein Unternehmen, das jährlich 150 Millionen Euro Gewinn macht (Stand: 2013). Welches Gefühl ist es für Euch als Musiker, in der #LoveMyHood-Kampagne für Bench zu modeln?

Kooperation

DJ Locksmith: Es war schon eine merkwürdige Erfahrung. Wir sind es als Musiker eher gewohnt, unsere Musik für uns sprechen zu lassen und nicht allein unsere Optik. Das kann man auch in unseren Musikvideos sehen und sowohl auf unserem ersten sowie zweiten Album-Cover – wir haben nicht uns selbst darauf gezeigt. Dieser Wechsel zum Model-Dasein war anfangs schon etwas furchteinflößend, aber wir haben uns schnell daran gewöhnt und gute Erfahrungen gesammelt.

Also seid ihr jetzt Profis, ja?

Amir Amor: Na logo, wir machen bald bestimmt nichts anderes mehr!

DJ Locksmith (lacht): Wir haben jetzt auch schon alle in unterschiedlichen Model-Agenturen Verträge unterzeichnet. Musik machen wir natürlich weiterhin Vollzeit…

Im Ernst: Ihr hattet Spaß, oder?

Amir Amor: Total. Wir hatten eine verdammt gute Zeit während des Drehs!

Wer hat das Konzept zu Eurem Kampagnen-Video entworfen, das in New York spielt? Inwiefern wart Ihr daran beteiligt?

DJ Locksmith: Wir hatten einen Auftritt in New York City während unserer US-Tour, als Bench uns anfragte. So kam es dann dazu, dass wir auch backstage drehten und wirklich echte (Band-)Momente eingefangen wurden. Wir tanzen mit unserer Sängerin Bridgette Amofah, albern herum, ziehen durch die Straßen von New York.

Welches ist denn jeweils Euer persönliches Lieblingsstück der Kollektion, warum und wann tragt Ihr es?

Amir Amor: Die schmal geschnittene, schwarze Jogging-Pants, die ich gerade trage.

DJ Locksmith: Das sind auch meine liebsten Sweatpants.

Amir Amor: Die sind einfach lässig, aber gleichzeitig auch chic. Ich trage die auch, wenn ich abends ausgehe. Die Zeiten, in denen man Jogger nur mit Hoody zum Sport oder auf der Couch kombiniert, sind schon lange vorbei. Auch zu einem Hemd sehen so skinny geschnittene, softe Sweatpants wie diese ziemlich smart aus.

Kesi Dryden: Ich mag Shirts eigentlich am liebsten. Besonders zu Auftritten – da sind Shirts einfach am praktischsten.

DJ Locksmith (lacht): …die kann man dann auch ausziehen und ins Publikum werfen.

 

 

 

 

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Rihanna designt für Dior Sonnenbrillen oder Schuhe und Kleidung für Puma und Forever21, M.I.A. für Versus Versace oder Beth Ditto ihre eigene Plus-Size-Linie – immer mehr Musiker legen persönlich Hand an die Entwürfe großer Brands. Könnt ihr Euch auch vorstellen, mal selbst Kleidung zu designen und wenn ja, welche?

Alle: Klar, definitiv.

DJ Locksmith: Ich kann mir auch vorstellen Masken zu entwerfen. Irgendwas ganz Individuelles. Wir als Rudimental sind ja auch alle sehr verschieden – das würde zu uns passen, Gesichtsmasken-Designer.

Piers Agget: Wir konzentrieren uns jetzt aber erst mal auf unser kommendes Album.

Ihr habt ja schon mit Ed Sheeran und vielen anderen Pop-Größen performt. Was können wir als nächstes beziehungsweise auf Eurem dritten Album von Euch erwarten? 

DJ Locksmith: Gearde ist ja noch Festival-Saison und wir touren sehr viel, arbeiten aber nebenbei auch an unserem neuen Album. Das kommt auf jeden Fall im nächsten Jahr.

Danke für das Interview.

DJ Locksmith: Sehr gern. Wir sehen uns gleich auf dem Dancefloor!

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In freundlicher Kooperation mit Bench. 

Bench PR
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