Jan Joswig kontrolliert: Marina Diamandis

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Ah, die Frau bekennt sich zu ihrem Wunsch-Dasein als Praline: pastellig, glasiert und nur mit weißen Handschuhen anzufassen. Wie eine holde Unschuld aus den besseren Sphären – was sage ich, aus den besten Sphären – posiert Marina Diamandis von der Schleife im ondulierten Haar bis zur Reptilledertasche für die opulenten Kunstbildbände, die sie aus der Internatsbibliothek entliehen hat. Der diskrete Charme der Bourgeosie (abgeguckt aus der „Raffaello“-Werbung). Treffender hätte sie den Titel ihrer neuen Single visuell nicht umsetzen können: „Primadonna“. Treffender zumindest als die Eurotrash-Beats für Shoppingmalls, mit denen der Song unterlegt ist.


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