Jeronimo

Mit dem leicht angestaubten US-Schlager „Heya“, den der Indianer J. J. Light schrieb, zündete die deutsche Band ein europäischen Knaller. Denn: Nicht nur zwischen Ostsee und Alpen, auch in England geht Jeronimos „Heya“ ab wie eine Rakete. Das Rezept der Frankfurter Band ist simpel. Sie singen romantisch, vor hartem Background mit viel Schlagzeug, souliger Orgel und abgehackten Klaviereinsätzen.

Als Steppenwolf John Kay, der ja aus Hannover kommt und Star der US-Underground-Rocker ist, sie im Londoner Studio hörte, wollte er mit den Hessen sofort ein Amerika-Gastspiel organisieren. Kay-Kommentar: Die sind für Deutschland allein zu gut. Jeronimo lehnte ab, die Gruppe wollte zunächst zu Hause Karriere machen. Diesen Start haben sich die Bärtigen aus Frankfurt nicht leicht gemacht. Vor den ersten Schallplatten-Aufnahmen lebten sie monatelang auf einem Bauernhof, und arbeiteten.

 Aber noch bevor man sie in Deutschland zur Kenntnis nahm, fielen sie aufmerksamen englischen Managern auf. Jetzt sollen sie schon in den legendären Londoner Clubs „Speak Easy“, „Marquee“ und „Revolution“ auftreten. Und auch aus Schweden kommen Einladungen. Ihren überzeugenden Deutschland-Erfolg hatten die Jeronimo bei ihrer Tournee mit den Steppenwölfen in Hamburg. Fans stürmten die Bühne.

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