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Kino-Tipps: Diese 6 Filme solltet Ihr nicht verpassen

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Der August war auf das Kino bezogen ein furchtbares Sommerloch. Bis auf „Planet der Affen: Survival“ gab es keine nennenswerten Blockbuster, auch Indie-Perlen suchte man größtenteils vergeblich. Von der Berlinale rutschte nur die verfilmte Geduldsprobe „Helle Nächte“ von Thomas Arslan in die Kinos, ein Lichtblick war zumindest „The Promise“, der den Völkermord an den Armeniern aufarbeitete. Aktuell steht die „Bullyparade“ auf Platz Eins der Kinocharts – mehr müssen wir zum aktuellen Programm nicht wissen.

In den kommenden vier Wochen stehen allerdings einige echte Highlights des Kinojahres 2017 bevor. Al Gore versucht die Welt zu verbessern, Steven Soderbergh kehrt mit einem neuen Heist-Movie zurück und der Siegerfilm der Berlinale läuft endlich an. Hier sind fünf Filme, die möglichst auf Eurem Merkzettel landen sollten:

„David Lynch: The Art Life“

Die Dokumentation über den einflussreichen Künstler, Musiker und Filmemacher verspricht bisher nie dagewesene Einblicke in dessen Leben. Aktuell sorgt David Lynch mit seiner Revival-Staffel zu „Twin Peaks“ für begeisterte Nerds und viele Fragezeichen, kaum ein Regisseur wird so kultisch verehrt. Die Macher der Doku gehen bis in Lynchs Kindheit zurück und suchen nach den Einflüssen, die ihm den Hang zum Absurden und Grotesken gaben. Die Doku startet am 31. August in den Kinos.

„The Circle“

Tom Hanks als Tech-Guru

Hat in den USA zwar nicht die besten Kritiken bekommen, ist aber durch sein Thema besonders interessant. Die Adaption von Dave Eggers Roman aus dem Jahr 2013 ist mit Tom Hanks und Emma Watson stark besetzt und zeigt die Gefahren auf, die mächtige Datenkraken wie Facebook oder Google mit sich bringen. Hanks ist hier der Chef eines Tech-Unternehmens, Emma Watson eine neue Mitarbeiterin, die nach und nach die Gefahren der totalen Transparenz erkennt. Ab dem 7. September im Kino.

„Immer noch eine unbequeme Wahrheit“

Für das Amt des US-Präsidenten hat es bei Al Gore knapp (und durch ein bisschen Betrug) nicht gereicht. Aber immerhin erklärte er sich 2006 durch die Doku „Eine unbequeme Wahrheit“ zum obersten Mahner in Sachen Klimaschutz. Ein Jahrzehnt später hat die USA einen eventuell an Demenz leidenden Präsidenten, der nicht nur Rassist, sondern auch Leugner des Klimawandels ist. Zeit für Al Gore also, eine weitere Doku zum Thema zu drehen. Ab dem 7. September ist sie im Kino zu sehen, was allerdings etwas umständlich ist. Leonardo DiCaprio hat ebenfalls einen Film über Klimaschutz gedreht und wollte möglichst viele Menschen damit erreichen. Also hat er seine Doku einfach auf YouTube rausgehauen. Gern kopieren, Herr Gore.

„mother!“

Darren Aronofsky inszeniert seine Partnerin Jennifer Lawrence in diesem Psycho-Horror, über den bisher wenig bekannt ist. Weil „mother!“, in dem auch Ed Harris und Javier Bardem mitspielen, ein bisher perfektes Marketing hat. Der Trailer zeigt wenig von der Handlung, sondern nur Verzweiflung, Panik und Wahnsinn im Gesicht von Lawrence. Sie und ihr Filmgatte Bardem bekommen im Film ungebetenen Besuch von Michelle Pfeiffer, dann beginnen Mindfucks. Schaut Euch einfach den Trailer an, dann bekommt Ihr automatisch Lust auf den Film, der am 14. September startet.

„Logan Lucky“

Die Qual der Wahl: Zeitgleich mit „mother!“ startet am 14. September auch „Logan Lucky“, das Kino-Comeback von Steven Soderbergh. Dieser wollte sich eigentlich von Hollywood verabschieden, weil die Studios ihm zu sehr in die Filme reinquatschen. Für die „Ocean’s“-Reihe mit George Clooney, Brad Pitt und Julia Roberts hat es in der Vergangenheit aber dann doch noch für Soderbergh gereicht. Nun kehrt er zurück zu Heist-Movies, also Filmen, in denen irgendwas geklaut werden muss. Channing Tatum, Adam Driver und Daniel Craig wollen die Tageseinnahmen bei einem Autorennen stehlen – und das ist verdammt witzig umgesetzt. Soderbergh tritt zwar ungewohnt oft nach unten, hat aber popkulturelle Anspielungen und smarte Twists en masse zu bieten. Und er lässt Megastars wie Tatum in Szenen stolpern, die auch aus einem Helge-Schneider-Film stammen könnten.

„Körper und Seele“

Bei der Berlinale 2017 war schnell klar, welcher Film das Rennen um den Goldenen Bären machen würde. Das Drama der Ungarin Ildikó Enyedi ist nicht nur in der Grundidee kreativ und mit trockenem Witz garniert, sondern wird dermaßen intensiv (und blutig), dass bei der Berlinale einige Zuschauer einen Schwächeanfall bekamen und einen Notarzteinsatz auslösten. Zur Story: Zwei Menschen verlieben sich, doch sie wissen es nicht wirklich. Die Erkenntnis reift dadurch, dass die introvertierte Maria (Alexandra Borbély) und der körperlich beeinträchtige Endre (Géza Morcsányi) jede Nacht einen Traum teilen. Dort treffen sie sich als Hirsch und Hirschkuh, gehen gemeinsam auf die Suche nach Essbarem und traben durch einen Wald. Es beginnt eine Liebesgeschichte in einem Schlachthaus, die ab dem 21. September im Kino zu sehen ist.

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