Klammheimlich wuchs ein Monster-Hit

Es wird Zeit, mal einen stillen Bestseller vorzustellen, der vor knapp einem Jahrzehnt auf den Markt kam und seitdem mit unglaublicher Beständigkeit über die Ladentheken wandert: „In-A-Gadda-Da-Vida“ von Iron Butterfly.

Die LP der amerikanischen Band um den Organisten und Komponisten Doug Ingle gilt als Klassiker des psychedelischen Heavy-Rocks – auch Acid-Rock genannt -, der Ende der sechziger Jahre in den USA sehr populär war. „In-A-Gadda-Da-Vida“ lebt eigentlich nur von dem 17minutigen Titelsong, der die ganze zweite Plattenseite einnimmt und von einem markanten Gitarrenriff, einem langen Schlagzeugsolo und einem noch längeren, rauschartigen Orgelsolo beherrscht wird.

Iron Butterfly hielt sich mit diesem Album zunächst mehr als zwei Jahre in den amerikanischen Hitparaden; auch später lief der Verkauf so gut weiter, daß die LP als eine der ersten Scheiben einer Rockgruppe in den USA die Millionenmarke erreichte und damit jene Schallgrenze überschritt, an der seit Anfang 1976 ein Platinalbum als Trophäe fällig wird.

In der Bundesrepublik liegt „In-A-Gadda-Da-Vida“ gleichfalls gut im Rennen – auch heute noch. Der Plattenkonzern WEA ziert sich zwar, Verkaufszahlen bekanntzugeben. Gleichwohl steht fest, daß der Butterfly-Longplayer zu den ständigen Bestsellern der Firma gehört und hierzulande mittlerweile auch in Supermärkten angeboten wird – gemeinsam mit aktuellen Erfolgstiteln von Abba oder Sailor. Die Band Iron Butterfly löste sich im Mai 1971 auf.

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