Krimi voller symbolhafter Bilder – „Detective“ von Jean-Luc Godard

Ein Paar (Nathahe Baye, Claude Brasseur), ein Box-Manager (Johnny Hallyday), zwei Detektive (Laurent Terzieff, Jean-Pierre Leaud) und ein alter Mafia-Boß (Alain Cuny) jagen eine halbe Million Francs in Godards jüngstem Film „Detective“.

Die Geschichte und die Star-Besetzung nutzt Kino-Revolutionär Godard freilich nur als Vorwand für eine Suche nach unverbrauchten Bildern und Tönen. Kein Film, der locker am Zuschauer vorbeirauscht, sondern einer, der erst interessant wird, wenn man die Augen weit aufmacht.

Dann sieht man: Finger, die ein Cognac-Glas streicheln, eine Neonschrift, die in der Nacht blinkt, eine Zigarette, die aufglimmt, Gesichter von Frauen, Gewalttätigkeit von Männern. Zeichen aus alten amerikanischen Gangsterfilmen, die man in Schwarz-weiß im Gedächtnis hat. Godard erfindet sie neu in Farbe. Etwas für Liebhaber.

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