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Krist Novoselic zur Nirvana-Reunion bei der „Rock And Roll Hall Of Fame“: „Wir hätten nicht alleine auftreten können“


Nachdem sich die verbliebenen Nirvana-Mitglieder letzte Woche während der Aufnahmezeremonie in die „Rock And Roll Hall Of Fame“ nach 22 Jahren für eine Live-Performance auf der Bühne zwischenzeitlich wiedervereinigt hatten, hat sich nun Krist Novoselic in einem Blogeintrag unter dem Titel „Punk Rock Gender Party“ zur vorübergehenden Reunion geäußert – und sich froh darüber gezeigt, mit Joan Jett, Kim Gordon, St. Vincent und Lorde Unterstützung erhalten zu haben. Am späteren Abend hatten Nirvana in Brooklyn außerdem auch noch eine Überraschungsshow gespielt, bei der u.a.  J Mascis von Dinosaur Jr. anwesend gewesen war.

Krist Novoselic schreibt:

„Ich bin so glücklich über den Einzug in die ‚Rock And Roll Hall Of Fame‘ und dass alles so gut lief. Davor hatten wir drei lange Probetage in New York gehabt. Ich denke, wir haben den Spirit von Nirvana wiederaufleben lassen, doch wir hätten es nicht alleine tun können. Wir vermissen Kurt alle sehr, aber weil wir aufgenommen werden sollten, musste es irgendwie weitergehen. Joan Jett war auf Platz 1 meiner Wunschliste. Ich sprach darüber mit Dave, der die Idee hatte ausschließlich Frauen auftreten und singen zu lassen. Wir dachten, dass wir damit Kurt den nötigen Tribut zollen konnten. Es war eine ausgewogene Sache mit den vier Gastauftritten. Erst die Performances mit Joan Jett und Kim Gordon, die beide Matriarchinnen im Punk Rock sind und dann die Auftritte von Lorde und St. Vincent, die die neuen starken Frauen des Rock verkörpern. Jede dieser Performances zeichnete in ihrer eigenen Weise einen Teil des Spirit von Nirvana nach. Joan – „Smells Like Teen Spirit“, Kim – „Aneurism“, St. Vincent – „Lithium“ und Lorde – „All Apologies“. Ich hatte vor allem beim letzten Song Spaß, weil ich dort Akkordeon spielte und all unsere Gäste für den Gala-Abschluss noch einmal auf die Bühne kamen.“

Der ehemalige R.E.M.-Sänger Michael Stipe hatte Nirvana vor ihrer Live-Performance eingeführt und war dabei mit Grohl, Novoselic, Courtney Love und Kurt Cobains Mutter auf die Bühne gekommen. „Es geht um Gemeinschaft. Nirvana wurden zu einer Stimme, die sich Gehör verschaffen wollte. Es geschah zu einer Zeit in den 1980er Jahren, in der die Idee von Amerika – diese hoffnungsvolle Vision – demontiert worden war.“



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