Lars von Trier dreht gerade den angeblich verstörendsten Film seiner Karriere

2014 kam Lars von Triers Zweiteiler „Nymphomaniac“ in die Kinos, ein weiteres Meisterwerk in der Vita des Dänen, der sich danach erst einmal eine Auszeit nahm. Seitdem hat von Trier gegen seine Drogensucht gekämpft und langsam ein neues Projekt vorangetrieben. „The House that Jack Built“ sollte eigentlich eine TV-Serie werden, nun wird von Trier den Thriller aber doch für das Kino umsetzen.

Zum Drehstart des Films, der in dieser Woche erfolgt, gab von Trier eine Pressekonferenz. Mit dabei waren Uma Thurman und Matt Dillon, zwei seiner Darsteller aus dem Serienmörder-Porträt, das in Schweden gedreht wird und einen Zeitraum von 12 Jahren abbilden soll.

„Ich habe Matt und Uma ausgesucht, weil die beiden offensichtlich nicht lesen können“, sagte von Tier auf der Pressekonferenz. Mit der Aussage spielt der Däne darauf an, dass viele Darsteller Rollen in „The House that Jack Built“ abgelehnt hätten, weil der Film anscheinend sehr brutal wird. Uma Thurman hat zugesagt und wird ein Opfer des Mörders Jack spielen.

Von Trier selbst betonte, dass der Film sein bislang härtester werden könnte. Kaum auszumalen, wie er die schockierenden Bilder aus „Antichrist“ oder Charlotte Gainsbourgs Abtreibung mit dem Kleiderbügel aus „Nymphomaniac“ steigern möchte. Und warum er dies überhaupt möchte? Laut eigenen Aussagen hat kein besonders großes Interesse an Serienkillern, allerdings sei ihm aufgefallen, dass Frauen dieses Thema besonders interessant finden. Und in Lars von Triers Logik ist das dann eben der Grund, um den Film zu machen.

2018 soll „The House that Jack Built“ in den Kinos starten, von Trier plant, den Film bei den Filmfestspielen von Cannes einzureichen.


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