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Mit Shamir, Soak und Girlpool – diese 5 Newcomer müsst ihr jetzt hören

von

Shamir

Seit einer Weile rollt die Post-R’n’B-Kutsche zielsicher auf den gähnenden Abgrund der Langeweile zu. Da können alle Mitreisenden noch so inbrünstig hauchen und seufzen. Mit einer echten Überraschung hat in diesem Genre wohl keiner mehr gerechnet. Auftritt Shamir Bailey.

Das Portrait von Malte Borgmann findet ihr im aktuellen Musikexpress.

Soak

Mit 13 lernte Bridie Monds-Watson Gitarre spielen und schrieb ihre ersten Songs. Und mit 18? Hält die Nordirin mit ihrem Debüt Rückschau auf bewegte Teenager-Jahre.

Das Portrait von Martin Pfnür findet ihr im aktuellen Musikexpress.

Girlpool

Was: Cleo Tucker und Harmony Tividad machen raue, wunderbar ungenierte, verletzliche Gitarrenmusik, die sich – wie es sich für eine ordentliche Riot-Grrrl-Nachfolge gehörte – lieber auf weniger als mehr verlässt: Gitarre, Bass und kreischiger, zuckersüßer Harmoniegesang.

Woher: Los Angeles

Warum: Ihre Singalong-Songs über die Monotonie des Alltags sind Punk, gradlinig und geradeheraus. Und gleichzeitig ungemein beruhigend, beinahe hypnotisch. Am besten: „Ideal World“ .  (as)

Nozinja

Was: Schon die „Tsekeleke“ war voriges Jahr mit ihrem wunderbar chaotischen Trash-Sound eine ordentliche Ansage von Richard Mthetwa, dem König des Shangaan Electro. Auf seinem Debüt NOZINJA LODGE lotet der Produzent die Grenzen zwischen ekstatischem Rave, Chipmunk-Stimmgewirr, tropischem Getrommel und Casio-Synthies weiter aus.

Woher: Südafrika

Warum: Nirgends fühlt sich die Post-Apartheid-Musikkultur Südafrikas so übertrieben gut gelaunt, schräg und hyperbunt an wie in dieser Versuchsanordnung aus Afro-Futurismus und Cyber-Wahnsinn. (as)

Torres

Was: Mackenzie Scott veröffentlichte vor zwei Jahren ihr Debüt TORRES einfach ohne Label. Wie ein zweiter, gewichtigerer Erstling fühlt sich jetzt SPRINTER an: Songkunst aus entschleunigtem Indie und heiserem Folk, die weniger auf Struktur als auf Momentaufnahmen bedacht ist.

Woher: Mittlerweile ist das Southern Girl von Nashville nach Brooklyn gezogen.

Warum: Weil sie den seltsamen berührenden Ton zwischen Waxahatchee und PJ Harvey, zwischen der mürrischen Cowboy-Mentalität ihrer Heimat und düsteren, spannungsreichen Rock-Balladen so gut trifft. (as)


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