Mörder Revival


Der Rockmanager Jamie Lynch wird ermordet aufgefunden: Unbekannte haben ihm das Herz herausgeschnitten. Daß sie ihn dazu auf ein Plakat der Rock Band Nazgül gebettet und deren letztes Album aufgelegt haben, erinnert den Journalisten Sandy Blair an eine andere, nicht minder grausame Hinrichtung. 13 Jahre zuvor wurde dem Leadsänger der Nazgül. Patrick Henry Hobbins. bei seinem Open-air Konzert auf offener Bühne der Kopf von den Schultern geschossen — die traumhafte Karriere der Band war damit ein für allemal vorbei. Dachte Sandy. Im Zuge seiner Recherchen über den Mord an Lynch besucht er alte Freunde, die restlichen Nazgül-Mitglieder. Business-Bekanntschaften und stößt dabei auf den Plan, die legendäre Gruppe wieder auf die Bühne zu schicken. Mit einem von den Toten auferstandenen Hobbins am Mikro!

Die Geschichte ist natürlich erstunken und erlogen, die Nazgül hat’s nie gegeben, aber das hat man spätestens nach dem ersten Kapitel von George R. R. Martins Roman „Armageddon Rock“ bereits vergessen. Martin liefert eine spannende Geschichte aus dem Musik-Geschäft. Gewürzt mit einem guten Schuß Fantasy. ist „Armageddon Rock“ eine mehr als geglückte Mischung aus „Absolute Beginners“. „Illuminatus“ und“.Woodstock“ oder – wie Horror-König Stephen Kinn überschwenglich lobte — „der beste Roman über die Popmusik-Kultur der 60er Jahre, den ich je gelesen habe“. (Fantasy Productions. 460 S., DM 36,-)