Nicht nur als Kinoheld, auch als Musiker macht Angelina Jolies Ehemann Billy Bob Thornton eine souveräne Figur.


Hast du schon immer als Musiker gearbeitet?

Eigentlich wollte ich nie ins Filmgeschäft, stattdessen habe ich Schlagzeug gelernt und bin in den zoern mit einer ZZ Top-Coverband rumgezogen.

Produziert wurde dein Album „Private Radio“ von Marty Stuart – wie kamst du auf ihn?

Ich habe ihn schon vor langer Zeit mal in Nashville getroffen, wo wir locker verabredet hatten, bei Gelegenheit mal was zusammen zu machen. So fingen wir irgendwann an, gemeinsam Songs zu schreiben.

Stimmt es, dass die Aufnahmen im Keller deines Hauses in Los Angeles stattfanden?

Richtig, das Haus gehörte vorher Axl Rose, der dort ein Studio einbauen ließ. Als Angelina und ich einzogen, habe ich die Technik auf Vordermann gebracht, und seitdem nutze ich das Studio auch.

Glaubst du, dass „Private Radio“ durch deinen Namen gut verkaufen wird?

Bei uns in den USA interessieren sich die Leute nicht so sehr für echte Musik wie ihr hier in Europa, da wird auch mein Name nicht viel helfen. So gesehen erwarte ich nicht allzu viel.

Kam dir beim Songschreiben deine Erfahrung als Drehbuchschreiber zugute?

Auf jeden Fall! Es hilft ungemein, wenn man gelernt hat, eine gute Geschichte zu erzählen.

Mit „He Was A Friend Of Mine“ und „Lost Highway “ hast du zwei fremde Songs auf deiner Platte – warum?

Ich wollte unbedingt einen Hank-Williams-Song aufnehmen. Und was „He Was A Friend Of Mine“ betrifft: Ich kann mich noch sehr genau an den Tag erinnern, als John F. Kennedy starb. Das war für meine Generation ein traumatischer Moment.

Letzte Frage: Wie reagierte deine Frau, als sie zum ersten Mal ihren Song „Angelina“ hörte?

Das war ein verdammt emotionaler Moment: Sie war ein paar Tage unterwegs gewesen und kam gerade zurück nach Hause, als wir den Song fertig hatten. Ich habe ihn ihr dann vorgespielt – und sie hat vor Rührung hemmungslos geheult.

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