Trevor Noah verhöhnt Nicki Minaj: Trump droht mit Klage
Grammy-Moderator Trevor Noah verspottet Nicki Minaj für ihre Trump-Unterstützung. Der US-Präsident reagiert mit Klage-Drohung und nennt Noah „Versager“.
Am Sonntag, den 1. Februar 2026, wurden in Los Angeles die 68. Grammys verliehen. Hierbei wurden nicht nur Künstler:innen für ihre musikalischen Leistungen geehrt, sondern eine Künstlerin wurde auch heftig kritisiert. Die US-Rapperin Nicki Minaj geriet ins Visier von Host Trevor Noah.
Trevor Noah gibt den Trump-Imitator
Während seines Eröffnungsmonologs für die Zeremonie sprach der Moderator über die Artists im Publikum, etwa Miley Cyrus und auch Pharrell Williams. Kurz darauf stellte er zudem klar: „Nicki Minaj ist nicht hier.“ Dann ging Trevor Noah genauer auf den Umstand ein und erklärte seine Interpretation für das Fehlen der Musikerin. „Sie befindet sich noch immer im Weißen Haus bei Donald Trump und bespricht dort sehr wichtige Themen.“
Unter Gelächter der Anwesenden verhöhnte Noah die beiden Verbündeten, indem er die Stimme des Präsidenten imitierte. So sagte er in der Rolle des Donald Trump: „Also, Nicki, ich habe den größten Hintern. Ich habe ihn.“ Er fügte hinzu: „Ich weiß, sie sagen, du seist es, aber ich bin es.“
Nicki Minaj mit Reihe an Pro-Trump-Aktionen
Mit seiner Imitation spielt Trevor Noah auf die Unterstützung der Rapperin für den US-Präsidenten an. Mit verschiedenen Aktionen in den vergangenen Monaten machte sie diese immer wieder sehr deutlich. Ende Januar nahm die 43-Jährige während eines Trips nach Washington D.C. an einer Veranstaltung des US-Finanzministeriums an der Seite von Donald Trump teil. Hierbei ließ sie verlauten, sie sei des Präsidenten „Nummer-eins-Fan“, während dieser sie „großartig“ nannte.
Für ihre Aussagen und Aktionen bekam sie viel Gegenwind und Kritik. Auf die Negativstimmen reagierte sie allerdings unbeeindruckt: „Der Hass oder das, was die Leute sagen, berührt mich überhaupt nicht“, sagte sie auf der Veranstaltung mit Trump und fügte hinzu: „Es motiviert mich tatsächlich, ihn noch mehr zu unterstützen, und es wird uns alle motivieren, ihn noch mehr zu unterstützen.“
PR vom Weißen Haus disst Trevor Noah zurück
Auch das Team des Weißen Hauses steht hinter ihr. So postete Kommunikationsdirektor Steven Cheung über X eine Reaktion auf die Witze des Grammy-Gastgebers: „Und Trevor Noah ist und bleibt ein absoluter Versager, der für immer dafür bekannt sein wird, dass er unsanft aus der Daily Show geflogen ist, weil er ein kompletter Psychopath war, nur um dann durch eine ständig wechselnde Besetzung noch größerer Mimosen ersetzt zu werden.“
Donald Trump droht Trevor Noah
Nicht nur sein Kommunikationsdirektor, sondern auch der Präsident selbst reagierte auf die Moderation des ehemaligen „Daily Show“-Gastgebers via Truth Social. Hierbei kritisierte er die gesamte Zeremonie scharf und nannte diese „unschaubar“.
Im Anschluss ging er auch auf Witze zu seiner Person von Trevor Noah ein. Dieser sagte während der Preis-Vergabe für den Song des Jahres, der an Billie Eilish ging: „Das ist ein Grammy, den sich jeder Künstler wünscht – fast so sehr wie Trump Grönland will.“ Er setzte allerdings noch einen drauf: „Das macht Sinn, denn seit Epstein weg ist, braucht er eine neue Insel, um mit Bill Clinton abzuhängen.“
Donald Trump zeigte sich auf der Plattform Truth Social wütend, attackierte den ehemaligen Late-Night-Host stark und drohte diesem sogar mit rechtlichen Schritten. So schrieb er: „Noah behauptete fälschlicherweise über mich, Donald Trump und Bill Clinton hätten Zeit auf Epstein Island verbracht. Das stimmt nicht! Ich kann nicht für Bill sprechen, aber ich war nie auf Epstein Island, auch nicht in der Nähe, und bis zu dieser falschen und verleumderischen Aussage heute Abend wurde mir nie vorgeworfen, dort gewesen zu sein, nicht einmal von den Fake-News-Medien.“
Er setzte seine Kritik anschließend fort mit den Worten: „Der Moderator, Trevor Noah, wer auch immer er sein mag, ist fast so schlecht wie Jimmy Kimmel bei den Oscar-Verleihungen mit den niedrigen Einschaltquoten … Noah, ein totaler Versager, sollte sich besser schnellstmöglich über seine Fakten informieren.“
Zum Schluss kündigte er an: „Ich schicke meine Anwälte los, um diesen armen, jämmerlichen, talentlosen, dämlichen MC zu verklagen, und zwar auf eine Menge Geld.“ Und schlussfolgerte dann: „Mach dich bereit, Noah, ich werde meinen Spaß mit dir haben!“
Weder der Moderator selbst noch Repräsentant:innen seitens der Grammys reagierten bisher auf die Worte des US-Präsidenten. Auch von Nicki Minaj gibt es aktuell kein Statement dazu.
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