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Manchmal erweist es sich als Vorteil, einen Unfall mit seinem Lamborghini zu haben. Zumindest, wenn man Kanye West heißt und sich einen neuen kaufen kann.

23. Oktober

Manchmal erweist es sich als Vorteil, einen Unfall mit seinem Lamborghini zu haben. Zumindest, wenn man Kanye West heißt und sich einen neuen kaufen kann. Noch besser ist es, wenn eine Kamera den Unfall aufnimmt, vor allem, wenn nach dem Zusammenstoß mit einem Meteoriten ein Victoria’s-Secret-Model dem Feuerball entsteigt. Was die nächsten 34 Minuten passiert, sollten Sie sich selber anschauen, denn Wests Kurzfilm „Runaway“, den er als Beiwerk zu seinem neuen Album auf eigene Kosten produzierte, gehört zum spektakulärsten, was die Videogeschichte zu bieten hat. Es war jedoch nicht nur Kanye, der uns 2010 in die YouTube zerrte: Erst hatte Lady Gaga mit ihrer siebenminütigen Bilderflut zu „Telephone“ schläfrige Gender-Feullitonistengemüter erhitzt, dann weckte M.I.A. mit einem ebenso langen und ebenso krassen Video (zu „Born Free“, mit Hinrichtungen von Rothaarigen) noch die letzten schlafenden Hunde im Kulturbetrieb. Und siehe da: MTV mag tot sein, um die Musikvideokultur muss man dennoch nicht bangen. jr

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