re:publica 14 – Wir verschaffen euch den Überblick

von
Auf der Re:publica

Unter dem Motto „Into the Wild“ startet die Webkonferenz re:publica 14 dieses Jahr auf mehr Bühnen als je zuvor. Über 5000 Gäste werden erwartet.

Natürlich hinterlässt der NSA-Skandal auch im Programm der re:publica seine Spuren. So zielt auch das – etwas undurchsichtige – Motto auf die Post-Snowden-Ära ab: „INTO THE WILD soll als Motto der re:publica 2014 den Blick öffnen für verschiedene Ansätze, um das Internet und die Gesellschaft der nahen Zukunft zu verstehen und zu verbessern: Wenn Algorithmen uns zu gläsernen, kontrollierbaren weil berechenbaren Menschen machen, müssen wir vielleicht unberechenbarer werden?“

Panels zum Skandal gibt es reichlich. Zum Beispiel Geheimdienste vs Demokratie?, Information Ethics – What Egypt can teach us about the NSA: Why the Internet never forgets and always remembers, Why should you know who has been asking about you?  oder WikiLeaks, Manning and Snowden: From USA to USB.

Auf Dauerbrenner der Konferenz müssen Besucher dennoch nicht verzichten, denn die Digitalisierung der Medienlandschaft ist noch längst nicht so weit fortgeschritten, wie viele es wohl gerne hätten. Und so sind Journalismus, Medien und deren Zukunft weiterhin Thema. Auch wenn die Zweifel größer werden. Da geht es dann auf der einen Seite um Algorithmen, die automatisiert Routinearbeiten in Redaktionen verrichten, auf der anderen Seite aber um das schwierige Thema Monetarisierung. Sascha Pallenberg fragt in seiner Diskussionsrunde, ob sich Onlinejournalismus überhaupt lohne – wie kann im Netz Geld verdient werden?

Allmählich erreicht auch die Buchbranche die Digital Natives. Sascha Lobo, der mit Sobooks eine Plattform für E-Books gründete, referiert über das Betriebssystem Buch.

Musik ist dagegen dieses Jahr kaum besetzt. Die Zukunft des Radios wird besprochen, aber sonst? Da sah es im letzten Jahr noch anders aus, Experten und Labelbetreiber überraschten damals mit ungewöhnlichen Aussagen.

Wer auch im siebten Jahr der re:publica noch denkt, dass ein Haufen Technik-Geeks und Digital Natives eine dröge Veranstaltung liefern, kann nicht nur durch das Rahmenprogramm eines Besseren belehrt werden. Garanten dafür sind wie so oft der Überraschungsvortrag von oben genanntem Sascha Lobo, sondern auch die Veranstaltung von Nilz Bokelberg und Markus Hermann. Oder wie es bei den beiden heißt: Eine re:publica ist immer nur so gut wie ihr Bingo. Und zur Not ist David Hasselhoff ja auch noch da.



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