Beatrice M. – SINKING: Clubmusik jenseits der Formel

Bassgetriebene Clubmusik, die Tanzmuskulatur und Synapsen gleichermaßen anspricht.

Beatrice Masters hat in kurzer Zeit als DJ und mit dem Label Bait, vor allem aber als Produzent:in an der Schnittstelle von viel Bass und gebrochenen Rhythmen sehr von sich reden gemacht. „Dear ­Dubstep“ heißt ein Track des Debütalbums SINKING und täuscht damit in gleich zweierlei Hinsicht: Zum einen handelt es sich um ein brodelndes Ambient-Stück, zum anderen sind auf SINKING gar nicht so viele Anleihen an den britischen Underground-Sound zu hören, der später von Skrillex und Co. pervertiert wurde – stattdessen entpuppen sich Techno und House als die stilistischen Eckpfeiler der meisten Tracks.

Doch reproduziert Beatrice M. nicht bekannte Formeln: Mit wohligen, wattigen Chords unterlegt sie rhythmisch komplexe Patterns und lässt auf „In Touch“ sogar zwei MCs in einen französisch-englischen Dialog treten. Trotz seiner bisweilen atemberaubenden Geschwindigkeit transportiert das eine Komplexität, die weit über den Dancefloor hinauswirkt – als innovative Clubmusik, die in jeder Lebenslage für große Momente sorgt.

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