Courtney Barnett Things Take Time, Take Time


Marathon Artists/Rough Trade (VÖ: 12.11.)

von

Courtney Barnett gilt nicht als das größte Energiebündel. Klar, die Australierin hat druckvolle Songs. Zugleich strahlt sie aber eine sympathische Lässigkeit aus. Für THINGS TAKE TIME, TAKE TIME, das in einer glücklichen und entspannten Phase in Barnetts Leben entstanden sein soll, gilt das mehr denn je. „In the morning I’m slow / I drag a chair over to the window“, geht es bereits im Opener „Rae Street“ reichlich verpennt los. Zu gemütlichem Heartland Rock schaut Barnett der Müllabfuhr hinterher und lässt wissen: „Time is money and money is no man’s friend.“ Kurz gesagt: bloß keinen Stress! Und Barnett schiebt weiter eine entspannte Kugel.

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Stücke wie das mütterliche „Take It Day By Day“ oder das schulterzuckende „Write A List Of Things To Look Forward To“ ziehen das Tempo zwar ein wenig an. Doch statt auf lärmigen Indie-Rock setzt Barnett lieber auf luftigen Gitarren-Jangle und schlanken Groove. Selbst einen dünnen Drum- Machine-Beat lässt sie hier und da mitlaufen, etwa im perkussiv geprägten „Turning Green“.  Zum Ende hin lehnt sich Barnett dann wieder zurück und intoniert in „Splendour“ das wohl schluffigste „I am really gonna miss you“ ever. Sympathisch? Lässig? Definitiv. Aber etwas mehr Energiebündel wäre manchmal doch schön.


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