Esben And The Witch :: Violet Cries

Düsterer Rock: Die britische Band empfindet einen Albtraum nach, der nicht enden will.

Der Name spielt auf ein dänisches Jugendbuch an, in dem die Mutter eines Jungen als Hexe verbrannt wird. In den Songs geht es um Krankheiten, Kriegsgetöse und die Rache griechischer Göttinnen. Hört man Sängerin Rachel Davies zu, denkt man sofort an einen Todesengel, der den Weg zum Orkus kennt. Man kann sich darüber streiten, ob die junge Lady zum Siouxsie-Gedächtniswettbewerb passt oder sich wie PJ Harvey am Abgrund der eigenen Existenz befindet – beides kommt der Wahrheit ziemlich nahe. Anders als bei diesen Ikonen spielt das Pop-Element jedoch keine besondere Rolle. Auf die Idee, einen wiedererkennbaren Song abzuliefern, kommen Esben And The Witch nicht. Sie arbeiten mehr wie eine Post-Rock-Band, die auf die Schaffung einer bestimmten Atmosphäre aus ist, und bei der die Spannung aus dem ständigen Gegensatz von ruhigen Passagen und lauten Eruptionen resultiert. Britische Medien sind bereits hin und weg von dieser Band, aber wir warten erst mal ab. Das Ganze ist noch ausbaufähig.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.