José González

AGAINST THE DYING OF THE LIGHT

City Slang (VÖ: 27.3.)

Indiefolk’s not dead – wenn er bereit ist, mit einfachsten Mitteln die große Fragen zu stellen.

23 Jahre ist es her, dass José González mit der Veröffentlichung seines Solodebüts VENEER vom Doktoranden der Molekularbiologie mit Hang zur Musik zum Vollzeitmusiker wurde. Dass seine Songs in internationaler Werbung und damals stilbildenden Serien und Filmen wie „OC California“ und „The Secret Life of Walter Mitty“ vorkamen, hat dabei auch geholfen.

Seitdem hat González drei weitere Alben solo und zwei mit seiner Band Junip veröffentlicht. Und sich dabei auf seine Stärken besonnen: seine weiche, meditative Stimme, sein hypnotisches Gitarrenspiel und seine Storytellerqualitäten. Die kommen auch bei AGAINST THE DYING OF THE LIGHT wieder zum Tragen, wo er mit viel Hall auf der Stimme etwa im Titeltrack in bester Protestsongtradition über die von Algorithmen bestimmte Hassspirale der Gegenwart sinniert oder auf dem für seine Verhältnisse recht treibenden „ Losing Game (Sick)“ mit sogenannter KI abrechnet – wenn González auch immer ein wenig zu verträumt wirkt, um das Publikum wirklich auf die Straße zu treiben.

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Aber das ist auch okay: Der Kampf kann ja viele Facetten haben. Und José González hat seine Aufgabe darin gefunden, uns darin zu erinnern, dass das Leben ja auch unbändige Schönheit in sich tragen kann. Und mit Songs wie dem zauberhaft schönen spanischsprachigen „Pajarito“, dass auch in der Ruhe eine Wucht liegen kann.