Jupiter Jones Das Gegenteil von Allem


Columbia/Sony

Eine ganz schön steile Karriere haben Jupiter Jones in den vergangenen drei Jahren hingelegt: Fast eine Dekade tourten sie mit ihrem DIY-Punkrock durch die JuZes dieses Landes,veröffentlichten drei Alben in hemdsärmeliger Eigenproduktion – und dann kam ein Major-Deal, die Hitsingle „Still“, ein Radio-ECHO und damit Auftritte auf der AIDA Night Of The Proms vor Simply Red, beim BuViSoCo, neue Frisuren und Hochglanz-Musikvideos. Den Erfolg haben sie sich selbst erarbeitet; ihr fünftes Album DAS GEGENTEIL VON ALLEM knüpft aber leider ebendort an und zum Glück doch nicht ausschließlich: Das Label und die neuen Fans bekommen ihre gefälligen Radioballaden und Keyboardteppiche, die alten Fans neben gewohnt eingängigen Hooklines und Melodien zumindest ein keifendes Brett mit Ferris MC und Jennifer Rostock als Gastsänger sowie Zitate von Hot Water Music. Textlich bewegt sich Sänger Nicholas Müller immer noch gekonnt zwischen den ewigen JJ-Eckpfeilern Herzschmerz, Wut, Storytelling und Momentaufnahmen und besingt Allgemeinplätze vom Aufstehen, Fallen und Weitermachen. DAS GEGENTEIL VON ALLEM ist somit zwar nicht das, was sein Titel behauptet, aber ein Deutschrock-Album voll von Pathos, Pop und dem Punkrock von früher noch irgendwo im Geiste. Immerhin.


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Lass-ruhig-laufen-Deutschpop, zu dem sich prima mit dem Segway zum Späti oder gleich direkt in die Hölle fahren lässt.  

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