Kreidler – „SCHEMES“: 32 Jahre, neue Leichtigkeit

Eine elektronische Bilderschau zwischen Zeitlupen-Rave und Schmetterlingsflug.

So viel Leichtigkeit muss man erst einmal auf den Weg bringen können. Kreidler haben sich vom Drängen und Erobern verabschiedet, zugunsten einer relaxteren Gangart. In „Snowflakes“ dürfen wir den titelgebenden herniederschwebenden Eiskristallen bei der Bewegung lauschen, es wird ein munteres Elektro-Drum-Spiel von vier Minuten Dauer. In „Via Da Me“ kommt die Musik kaum vom Fleck, lädt aber im selben Moment dazu ein, in den Sound einzutauchen, ihn intensiv zu erkunden.

Mit der Vorabsingle „Marble Upset“ geht die Düsseldorf-Berliner Band beinahe die 32 Jahre lange Bandgeschichte zurück, um sich in jene Synthie-Pop-Wolle zu werfen, die für ihren Markenzeichenklang steht. Es knistert noch gut after all these years, SCHEMES dokumentiert, dass die Kleingruppe Thomas Klein (Percussion, Schlagzeug, Found Sounds), Alexander Paulick (Fretless-Bass) und Andreas Reihse (Synthesizer, Elektronik, Field Recordings) Klang­räume mit reichlich Präzision und Spielfreude auszuleuchten in der Lage ist.

Dafür steht dieses Panoptikum an eher ambienten Tracks, es ist eine musikalische Bilderschau zwischen Zeitlupenrave und Schmetterlingsflug.

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