Ladytron

PARADISES

Nettwerk (VÖ: 20.3.)

Verhexter Electro-Pop für die Schattenwelt – mit diesmal wieder mehr Hokospokus.

Mira Aroyo und Helen Marnie waren früh dran, als sie ihre Band vor 20 Jahren in Richtung Blocksberg verschoben: Ladytron hatten zunächst zum Nullerjahre-Genre Electroclash gezählt, bevor 2005 das dritte Album WITCHING HOUR einen Hexen-Trend miteinleitete, der sich heute in Phänomenen wie WitchTok oder Wicca-Renaissance manifestiert hat.

Es ehrt Ladytron, dass sie zuletzt mit ein paar tanzbaren und schillernden Aufnahmen Abstand von dem genommen haben, was sie miterfunden haben. Verständlich aber auch, dass sie sich jetzt mit PARADISES wieder mehr Hokuspokus gönnen. In den Texten von Songs von „In Blood“ oder „Death In London“ sind die Stammthemen wie Blut, Tod und die dunkle Seite der Liebe angelegt.

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Die Musik dagegen entzieht sich im Verlauf des sehr langen Albums den Klischees. Die Bands selbst spricht von „Balearic Noir“, und das trifft es sehr gut: Es gab früher auf den beliebten CAFE-DEL-MAR-Compilations mit Chill-Out-Musik für Tanzschuppen am Mittelmeer mindestens einen Track, der davon handelte, dass die Entspannungszeit nach der Dance-Nacht auch für Begegnungen mit Dämonen taugt. PARADISES ist voll von solchen Tracks.