Olof Dreijer – „LOUD BLOOM“: Vom Grusel zur Tanzfläche

Die Hälfte des Electro-Pop-Duos The Knife feiert das Leben auf seinem Solo-Debüt im Club.

Erinnert ihr euch an The Knife? Gut – jetzt stellt euch das Synth-Pop-Duo im Club vor. Oder noch besser: auf einem Open-Air-Rave in der Sonne. Und damit ist man schon fast angekommen beim Solosound von Olof Dreijer, der einen Hälfte von The Knife. Denn wo die sich mit einem Gefühl von Grusel und anbahnendem Untergang hervortaten, fokussiert sich Dreijer mit Loud Bloom auf queere Lebensfreude.

Mittlerweile ist es auch schon mehr als zehn Jahre her, dass sich The Knife auflösten, untätig blieb Dreijer in der Zwischenzeit aber nicht: Er produzierte Fever Ray, das Soloprojekt seiner Schwester und Bandkollegin, und Alben für andere Künstler:innen, trat als DJ auf, engagierte sich für die musikalische Ausbildung von Refugees und migrantisierten Jugendlichen, veröffentlichte Dancetracks und Remixes und Kooperationen wie etwa mit der kolumbianisch-schwedischen Künstlerin Diva Cruz.

Ein Track dieser Zusammenarbeit, „Acucuye“, hat den Weg auf Loud Bloom gefunden. Neben Cruz arbeitete Dreijer auch mit Vokalist:innen aus Südafrika (Toya Delazy auf „Makwande“) oder dem Sudan (MaMan auf „Echoed Dafnino“) zusammen. Zumeist bleiben die Tracks aber frei von Vocals, gehen mal voll auf die zwölf („Blood Lily“), und klingen mal eher nach Ambientmeditationen („Laurel“). Aber immer nach: Joy.

Aida Baghernejad schreibt freiberuflich unter anderem für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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