Pain Gain – PAIN GAIN: Balladengewicht drückt durch

Der Melancholie-Pop aus Australien übt sich in subtilem Pathos.

Plötzlich liegt ein Hauch Celine Dion in der Luft: Im Song „Prizefighter“ dockt Chloe Kauls Vokalmelodie für Momente an „My Heart Will Go On“ an. Kaul, sonst Teil des Melbourner Elektropop-Duos Kllo, ist allerdings keine expressive Power-Balladen-Interpretin, bewegt sich hier eher auf Dream-Pop-Terrain. Doch kombiniert ihr Gesang das Verhangene mit den Modulationen modernen Mainstream-Pops. Subtiles Pathos.

Auch das gesamte Album changiert zwischen großflächigem Synthie-Pop-Szenario und atmosphärischer Reduktion. Es gibt sparsame Gitarren, modulares Synthesizer-Sirren, Piano- und Streicher-Spuren, Tonband-Interludien. Manchmal nimmt PAIN GAIN Fahrt auf – im Wave-artigen Highlight „Only Nothing“ oder in den triphoppigen „The ­Fame“ und „Dead Dog Dream“.

Trotz stimmungsvoller Elemente und vereinzeltem Hit-Potenzial sackt das Album aber in der Mitte unter der Last seiner Balladen zusammen, wird lethargisch und etwas eintönig. Einer Celine Dion wäre das vermutlich nicht passiert.

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