Puma Blue

CROAK DREAM

Play It Again Sam (VÖ: 6.2.)

TripHop-Interpretationen zwischen Diesseits und Jenseits.

Eine Platte darüber, wie man denn leben würde, bekäme man den Zeitpunkt und die Umstände des eigenen Todes im Traum offenbart – es gibt weiß Gott erbaulichere Konzepte als jenes, das sich Jacob Allen aka Puma Blue für sein neues Album herausgepickt hat. Mit der todessehnsüchtigen Gothic-Welt hat der britische Songwriter bei allem Memento Mori auf CROAK DREAM freilich trotzdem nichts zu tun, musikalisch schon gar nicht.

War bereits HOLY WATERS, sein erstes Album in voller Bandbesetzung, eine herrlich sinistre Angelegenheit zwischen TripHop-Wucht und jazziger Cremigkeit, so schließt er nach Ausflügen ins Akustik- und Ambient-Fach auf den 2025 erschienenen Experimentierplatten ANTICHAMBER und EXTCHAMBER nun wieder an den fantastischen Sound dieser geheiligten Gewässer an.

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Ein großes Glück ist das, denn auf solch betörende Weise vital wie mit dem aufreizenden Bettgeflüster von „Desire“, dem beatvoluminös rasenden Titelsong oder den knackigen Breakbeats von „Jaded“ dürfte das Leben im Angesicht des Todes kaum je besungen worden sein. Jenseitig gut!

Diese Review erscheint im Musikexpress 2/2026.