Social Distortion – „BORN TO KILL“: 30 Jahre Songideen, endlich entfesselt

Rechtschaffener Punk-Rock zwischen durchgetretenem Verzerrer-Pedal und Vintage-Reife.

15 geschlagene Jahre mussten Social-Distortion-Anhänger auf ein neues Studio-Lebenszeichen warten. Zuletzt hatte gar noch die Mandelkrebserkrankung von Sänger, Gitarrist, Songwriter und Chef im Ring, Mike Ness, die Arbeit daran erneut verzögert. BORN TO KILL, das (erst) achte Werk der schon seit 1978 aktiven Band, macht nun Schluss mit schlechten Nachrichten.

Genesen und auch gesanglich Abstrichs-frei kredenzen Ness und seine Gang mit unnachahmlicher wie unbestechlicher Oldschool-Attitüde ein rechtschaffenes Rockalbum zwischen getretenem Verzerrer-Pedal und Vintage-Reife. Den angewachsenen Fundus unveröffentlichter Songideen der letzten 30 Jahre erfolgreich geplündert, klingen Social Distortion anno 2026 sogar wieder flotter und dringlicher als noch auf dem Vorgänger HARD TIMES AND NURSERY RHYMES.

Dafür sorgen – unter Faust-aufs-Auge-Produktions-Ägide von Dave Sardy (Jet, Wolfmother) – der Opener und Titeltrack oder das Gedenken an Chuck Berry im Gitarrensolo tragende „Over You“ ebenso wie die Melodien. Aber auch die bedächtigeren Momente sind nicht minder bestechend: Sei es das Chris-Isaak-Cover „Wicked Game“ oder der mit Americana-Ikone Lucinda Williams gesungene Honky-Tonk-Schunkler „Crazy Dreamer“. Ein mehr als gelungenes Comeback, das zwischen Punk, Roots und Rock genau die richtigen Hooks auffährt und Haken schlägt.

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