Sparklemami – IN THIS BODY: Hinterhof-Party, viel zu kurz

Eine superlässige, leider viel zu kurze Latin-Jazz-Soul-Suite.

„You’re listening to Sparklmami radio“, lauten die ersten Worte von IN THIS BODY, und Sparklmami verspricht damit nicht zu viel. Sie verstehe sich als eine Welten-Konstrukteurin, sagt die Künstlerin, das Albumcover gibt Hinweise darauf, um was für eine Welt es sich handelt: Da sitzt Sparklmami als Braut mit grotesken Händen und Füßen aus Stoff, an der Wand ein Kreuz, hinter ihr ein uralter Fernseher.

In den Texten, gesungen und gesprochen auf Englisch und Spanisch, erzählt die in Texas aufgewachsene und in Chicago lebende Musikerin von gescheiterten Beziehungen, der Suche nach ihrem leiblichen Vater und konfusen Briefen an ihre Mutter. Kurz: Sparklmami (indische und mexikanische Wurzeln) schreibt Lieder über das surreale Leben – und lässt diese klingen, als finde irgendwo in einem Hinterhof im Little Village von Chicago die beste Party der Stadt statt.

Brasilianischer 70ies-Jazz, mexikanischer Bolero, Funk, Soul, Acid-Jazz, HipHop – es fließt alles ein, was locker gespielt und sinnlich interpretiert werden kann. Eine fabelhafte Musik, das Album hat nur einen Nachteil: Es ist mit neun Tracks und rund 25 Minuten Spielzeit viel zu kurz.

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