„Triple 9“ :: Regie: John Hillcoat

Cop shoot cop: schmutzige Bullen im Großstadtmoloch von Atlanta.

Lange war der Australier John Hillcoat der Filmemacher unseres Vertrauens, Freund von Nick Cave und Schöpfer außerordentlicher Landschaften von männlicher Gewalt. Seinem Thema, dem er in „The Proposition“ so nachhaltig gerecht wurde, ist er treu geblieben – hermetische Männerwelten und Riten der Gewalt. Und doch erscheint „Triple 9“ als pflichtbewusste Auftragsarbeit eines Mannes, der froh ist, einen Job zu haben.

Es ist ein Cop-Thriller über eine aus den Fugen geratene Welt mit Gangs und Russenmafia, in der ein paar korrupte Cops so tief in der Scheiße stecken, dass sie einen anderen Polizisten töten müssen, um wieder herauszukommen. Hillcoat inszeniert sein Atlanta als siebten Kreis der Hölle. Aber der Film ist nur Oberfläche, breitbeinige Pose, ohne wirklich unter die Haut zu gehen. All der Klang und die Wut bedeuten am Ende nicht viel mehr, als guten Schauspielern dabei zuzusehen, wie sie Räuber und Gendarm spielen und dabei viel schwitzen.

Youtube Placeholder

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.