Róisín Murphy über Shitstorm: „Es war wirklich nicht so schlimm“


„Drei oder vier Leute wollten ihre Konzerttickets zurückgeben“, ansonsten bekam sie wohl auch Support.

Im vergangenen September wurde Róisín Murphy zum Fokus der Medien, da ältere Kommentare von ihrem privaten Facebook-Account auf eine Kommunikation zum Thema Pubertätsblocker für Transpersonen hochkochten und die Runde machten. Darauf folgte ein Shirtstorm für die ehemalige Moloko-Sängerin – doch der Ärger sei wohl weniger heftig gewesen als gedacht, wie sie nun in einem Interview erzählt hat.

„Ich habe viel Unterstützung bekommen“

Dem Fernsehsender „France 24“ erklärte Murphy im Gespräch: „Das Internet war nicht so schlimm. Ich habe keine Morddrohungen oder Ähnliches erhalten. Ich habe viel Unterstützung bekommen. Drei oder vier Leute wollten ihre Konzerttickets zurückgeben. Es war also wirklich nicht so schlimm.“

Róisín Murphy im Interview: „Ich bin eine Exhibitionistin“

Róisín Murphy im Interview:

Youtube Placeholder

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

 

Mehr zum Shitstorm

Auslöser für den Shitstorm war der folgende Kommentar unter einem Facebook-Post: „Pubertätsblocker sind Mist, absolut desolat, Big Pharma lacht sich ins Fäustchen. Kleine verwirrte Kinder sind verletzlich und müssen geschützt werden, das ist einfach wahr. Bitte nennt mich nicht Terf, bitte benutzt dieses Wort nicht mehr gegen Frauen.“

J.K. Rowling äußert sich wieder transphob: „Ich habe diese Scheiße satt“

Róisín Murphy entschuldigte sich später via X (vormals Twitter) für ihre Worte und erklärte sich zudem – mit dem Beitrag wollte sie ihre Sorge um Kinder und Jugendliche (mit dem Wunsch zur Transition) zum Ausdruck bringen, weil diese vor der Einnahme der Pubertätsblocker nicht genügend über die Folgewirkungen informiert werden würden.

Róisín Murphy tourt derzeit mit ihrem Album HIT PARADE durch Europa. An drei Daten ist sie auch in Deutschland live zu sehen.

  • 31. Mai 2024: Mannheim, Maifeld Derby
  • 20. August 2024: Berlin, Wuhlheide
  • 21. August 2024: Hamburg, Stadtpark