Stereo Total – Oh Ah

Digital ist besser, Stereo aber auch: 1995, das waren Zeiten, in denen man für den Second-Hand-Look muffige Rohmarktberge durchwühlen musste, weil es noch keine Retro-Shirts von der Stange gab. Die Wahlberlinerin Francoise Cactus und ihr Freund Brezel Göring stehen auf Retrolook, erfinden den Begriff der deutsch-französischen Freundschaft neu und begründen einen neuen Musikstil: Dactylo-Retro-LoFi – Schreibmaschinengetippe und Drumcomputer, vermengt mit Heimorgelorgien und Klangmalereien, Beat und Tralala. Alles zwischen trashiger LoFi-Kultur und Coolness, zwischen Chansons und Kinderliedern. Die Texte von Stereo Total sind zum großen Teil in Deutsch gehalten, von Francoise Cactus stets mit französischem Akzent vorgetragen, was bei ihr allerdings eher kokett und klug klingt als mädchenhaft-naiv. Spätere Platten von Stereo Total haben konsequent auf diesen Stil aufgebaut, am wichtigsten ist jedoch das Debütalbum Oh Ah mit Klassikern wie „Miau Miau“, „Moviestar“ oder „C’est la mort“.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.