„Take me Späti“-Streit: ENKIME antwortet auf Sara-Arslan-Vorwürfe
ENKIME widerspricht Sara Arslan im Streit um „Take me Späti“: Podcast-Vertrag, Markenrechte und alle Hintergründe im Überblick.
Im Zuge der Anschuldigungen von Sara Arslan, Moderatorin des Podcast „Take me Späti“, gegen ihr ehemaliges Management ENKIME meldet sich das Unternehmen nun über LinkedIn zu Wort. In dem Statement der Gründer der Social-Media-Agentur heißt es, die Creatorin habe die geschilderten Abläufe und vertraglichen Vereinbarungen nicht korrekt wiedergegeben.
Statement der Agentur
Arslan sei bei der Firma in zwei verschiedenen Verträgen gewesen: einem Management-Vertrag und einem Podcast-Vertrag. ENKIME habe den Management-Vertrag aufgelöst, nachdem Arslan den Wunsch geäußert habe, beide Verträge zu beenden.
Den Podcast-Vertrag habe die Management-Agentur nicht aufgelöst, da dies nur mit beiderseitiger Zustimmung möglich sei. Die Gründer schrieben: „Wir haben gemeinsam in dieses Projekt investiert – von unserer Seite mit einem kompletten Produktionsteam, Budget und Infrastruktur. Der Vertrag schützt diese Investition auf beiden Seiten mit branchenüblichen Klauseln.“
Arslan hatte in ihrer Instagram Story zuvor erklärt, sie habe sich selbst um Schnitt und Vermarktung von „Take me Späti“ kümmern müssen, obwohl dies vertraglich nicht in ihrem Aufgabenbereich lag. Laut ENKIME war das Ziel, die gemeinsame Arbeit erst auslaufen zu lassen, wenn der Podcast-Vertrag regulär ende.
Streit um Markenrechte
Die Creatorin hatte zuvor eine Klausel ihres Vertrags veröffentlicht, in der es heißt: „Das Talent bleibt alleiniger Inhaber sämtlicher Markenrechte (einschließlich des Podcast-Namens und Logos). ENKIME erhält lediglich ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Marke für die Dauer und zum Zweck der Durchführung dieses Vertrages. Eine Übertragung oder gemeinsame Inhaberschaft der Marke ist ausgeschlossen.“
Dementsprechend sei es trotz getrennter Verträge nicht legitim, ihr die Zugänge zu dem Interview-Format zu verwehren.
Weitere Vorwürfe und Eingeständnisse
Arslan thematisierte in ihren Posts nicht nur ihre Probleme mit dem Social-Media-Management, sondern auch weitere Vorwürfe von Follower:innen, die mit dem Unternehmen zusammengearbeitet hatten. Darunter erhob sie unter anderem Anschuldigungen wegen Steuerhinterziehung, Rassismus, Sexismus und Ausbeutung. ENKIME wies diese Vorwürfe in seinem LinkedIn-Statement zurück.
Gleichzeitig räumt das Unternehmen einen Vorfall sexueller Übergriffigkeit ein, der auf einer Firmenfeier 2024 stattgefunden habe. Laut eigener Aussage: „Der Vorfall wurde umgehend mit dem Verantwortlichen, den Betroffenen und der Geschäftsführung aufgearbeitet und führte unter anderem zu einer Abmahnung des Mitarbeiters.“
Zugleich räumen die Gründer ein, den Vorfall nicht ausreichend aufgearbeitet zu haben: „Als Führungskräfte haben wir es nicht geschafft, für jede*n Mitarbeiter*in den Raum und das Gesprächsklima zu bieten, alle kritischen Themen anzusprechen.“
Dies wollen sie künftig mit Expert:innen und Gleichstellungsbeauftragten nachholen. Die Ergebnisse sollen auf der Website des Unternehmens veröffentlicht werden. „ENKIME ist für uns ein Ort, in dem Zusammenarbeit auf Augenhöhe stattfindet. Die Basis davon ist psychologische Sicherheit. Dafür sind wir verantwortlich“, schrieben die Gründer. Sara Arslan hat sich bislang nicht zum Statement der Agentur geäußert.






