The A.M.

Nu-Glam von Jeff Buckleys Ex-Band

Die Musik: Es spricht für die Eigenständigkeit von The A.M., dass sie sich nach eigener Aussage „über ein Rivalitäts-Verhältnis motivieren“, in dem sie zu TV On The Radio stehen, und dabei doch kein bisschen wie die befreundete Avantgarde-Band klingen. Die drei Bowie- und T-Rex-Fans benutzen viel mehr ein ähnlich kühles Sounddesign wie die New Yorker Combo Interpol, um den düsteren Midtempo-Songs, den luftig arrangierten Balladen und den Gitarren-getriebenen Wave- und Glam-Rock-Stücken einen eleganten, anoganten und durchaus verführerischen Anstrich zu geben.

Die Künstler: Nach dem plötzlichen und für seine Freunde so schockierenden Tod von Jeff Buckley haben sein Gitarrist Michael Tighe und sein Schlagzeuger Parker Kindred fast sieben Jahre lang ziellos diverse musikalische Projekte verfolgt (z.B. jobbten sie als Tourband für Elysian Fields und Those Bastard Souls). Erst jetzt treten sie mit einer ernsthaften eigenen Band und einem vielversprechenden Nu-Glam-Debütins Rampenlicht. „David Bowie und T-Rex haben uns fasziniert – unter anderem wegen der Verwandlungen, die sie vollzogen haben“, sagt Tighe, der Mitte der 90er Jahre auch als Theater- und Film-Schauspieler gearbeitet hat. „Ich hab selbst einige drastische Veränderungen durchgemacht. Viele meiner Leute sind gestorben, angefangen mit Jeff, und ich fühlte mich oft wie ein rohes Stück Fleisch.“ The A.M. – Tighe, Parker und Andrew Wyatt (b, key) – leben in

Harlem.

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