Highlight: Best of 2017: Das sind die 15 besten Filme des Jahres

Streaming-Tipps

Die besten Filme auf Amazon Prime Video

Netflix und Amazon Prime Video sind die zwei größten Streaming-Konkurrenten wenn es um Filme und Serien geht. Den Vorteil, den Amazon gegenüber Netflix hat: Die Filmauswahl ist deutlich besser. Der große Nachteil: Das Menü ist je nach Gerät unübersichtlich (Computer) bis katastrophal (Smart-TV). Viele gute Filme verenden also irgendwo in der Amazon-Mediathek, da vor allem die zum Einzelkauf angebotenen Neuheiten in den Fokus gerückt werden sollen.

Für den Filmabend ohne ewiges Suchen und Verzweifeln haben wir einige der besten Filme auf Amazon Prime Video für Euch zusammengestellt – die natürlich auch in der Flatrate-Mitgliedschaft enthalten sind. Mit dabei sind viele eigens von Amazon produzierte Filme und eigekaufte Highlights, viele davon mit Oscars prämiert.

„The Big Sick“

Eine Eigenproduktion des Konzerns, der eine wahre Geschichte nacherzählt: Kumail Nanjiani verarbeitet in „The Big Sick“ Teile seines eigenen Lebens und erzählt, wie er seine große Liebe getroffen hat. Emily (Zoe Kazan) wird kurz nach den ersten Nächten mit Kumail von einer schweren Krankheit getroffen, er wartet danach mit ihren Eltern darauf, dass sie aus einem Koma erwacht – und geht auf Tuchfühlung mit seinen eventuell künftigen Schwiegereltern. „The Big Sick“ erzählt von Liebe, Vorurteilen und deren Überwindung. Und das mit viel Humor und ohne erhobenen Zeigefinger.

The Death of Stalin

Der Diktator liegt in seiner eigenen Pisse und stirbt, die Macht über die Sowjetunion liegt derweil in greifbarer Nähe seiner Getreuen und Offiziere, die nun um die Nachfolge Stalins schachern. Grandiose Polit-Comedy, die in Russland selbstverständlich verboten wurde. Schade, so sehen die Russen nicht die bizarre Verwandlung von Steve Buscemi in Nikita Chruschtschow.

„Wind River“

Intensiver und grausamer Thriller, der im verschneiten Wyoming spielt. Jeremy Renner spielt einen Jäger, der eigentlich Raubkatzen erlegt. Als er die Leiche einer jungen Indianerin findet, muss er gemeinsam mit einer FBI-Agentin (Elisabeth Olsen) ermitteln. Die Spuren im Schnee führen zu einem besonders grausamen Verbrechen, Rassismus und eine Gruppenvergewaltigung sind die Motive der Täter. Ein wunderschön gefilmter, aber umso traurigerer Film.

„La La Land“

Fast ein moderner Klassiker, einige Lieder aus dem Musical mit Ryan Gosling und Emma Stone haben jetzt schon einen festen Platz in der Popkultur erhalten. Ein erfolgloser Musiker trifft auf eine erfolglose Schauspielerin, unterm Mond verlieben sich die beiden in Los Angeles, tanzen ironisch gebrochen auf Parkplätzen und vor bekannten Motiven aus der Filmgeschichte. Eine Liebesgeschichte mit großartiger Musik und einem Twists, den man so nicht kommen sieht. Allein der Opener des Films ist grandios:

„Nocturnal Animals“

Modeguru Tom Ford hat bei seiner zweiten Regie-Arbeit ein überrascht beängstigendes Stück abgeliefert. Amy Adams spielt eine Künstlerin, die von ihrem Ex-Mann (Jake Gyllenhaal) das Manuskript eines Romans zugeschickt bekommt. Die Geschichte, in der eine Familie im Nichts einer texanischen Landstraße terrorisiert wird, ist ausgerechnet ihr gewidmet. „Nocturnal Animals“ geht tief in die Köpfe seiner Figuren hinein – und in die der Zuschauer.

„No Country for Old Men“

Anton Chigurh

Gewann 2007 den Oscar für den besten Film, vor allem für die philosophischen Gedanken, die sich in den ruhigeren Passagen dieser nervenzerfetzenden Geschichte ihren Weg bahnen. Ein Veteran (Josh Brolin) findet die Überreste eines geplatzten Kartell-Deals in Texas: Leichen, Patronen, Heroin und einen Koffer voller Geld, den er direkt mitnimmt und versteckt. Ab sofort ist ihm Chigurh auf den Fersen, einer der gestörtesten Auftragsmörder der Filmgeschichte – für dessen Darstellung Javier Bardem ebenfalls den Oscar erhielt. Muss man gesehen haben, mehrfach eigentlich.

„Drei“

Hier ist dieses kreative, erfrischende Kino, nach dem Ihr immer sucht: Tom Tykwer hat 2010 neues Leben in das abgedroschene Prinzip Dreiecksbeziehung gebracht. Weil er in „Drei“ sinnvoll mit den Bildausschnitten spielt und keine nervigen Teenager auf der Suche nach Liebe zeigt, sondern mit Devid Striesow, Sophie Rois und Sebastian Schipper gestandene Schauspieler in die Rollen von gestandenen Menschen. Denen neue Lieben und Affären dann trotzdem noch einmal das Leben auf links dreht.

„Die versunkene Stadt Z“

Eines der Filmhighlights 2017, die leider vom Blockbuster-Kino verschluckt wurden, was vielleicht auch am furchtbaren Titel liegt. In „Die versunkene Stadt Z“ machen sich Forscher auf dem Weg nach Ausgrabungsstätten und einer verschollen geglaubten Zivilisation. Der Abenteuerfilm ist düster und irre gut besetzt: Robert Pattinson, Charlie Hunnam und Tom Holland spielen die Hauptrollen, Sienna Miller ist ebenfalls dabei. Allein bei der Berlinale wurde der Film stürmisch bejubelt. Auf Amazon Prime ist der Film ebenfalls ab dem 31. Dezember verfügbar.

„Manchester by the Sea“

Leider hat der Film ein großes Unglück forciert: Ein Ehepaar aus den USA beging einen Kindsmord, war anscheinend beeinflusst von den Ereignissen des Films, in dem Casey Affleck das Sorgerecht für seinen Neffen bekommt. Dabei muss seine Figur selbst erst einen unvorstellbaren Schicksalsschlag verkraften. Affleck gewann für seine Darstellung den Oscar, das Drehbuch wurde ebenfalls ausgezeichnet. 2017 war „Manchester by the Sea“ einer der mit Abstand besten Filme des Jahres. Und inmitten all der Kleinstadt-Frustration gibt es sogar auch ein wenig Hoffnung für den Zuschauer.

„Silence“

Liam Neeson in „Silence“.

26 Jahre hat Meisterregisseur Martin Scorsese gebraucht, um sein Drama über Priester in Japan auf die Beine zu stellen, dann kam Amazon und gab ihm endlich die Millionen für das Projekt, als erstes wurde der Film mit Liam Neeson dann dem Papst gezeigt, der hat sich natürlich gefreut über den religiösen Film. Für alle anderen dient „Silence“ vor allem als perfekte Einschlafhilfe – in dieser Hinsicht wirklich ein echter Geheimtipp.

„Hardcore“

Für Actionfans, die schon alles gesehen haben: „Hardcore“ ist nahezu unerträglich brutal, aber auch zugleich ein Geniestreich. Ein wilder russischer Nachwuchsregisseur (Ilya Naishuller) hat die 90 Minuten Dauerfeuer komplett mit GoPros aus der Ego-Perspektive des Helden gedreht. Ein schwindelerregender Film, den es so wirklich noch nie zuvor zu sehen gab.

„Paterson“

Adam Driver in Jim Jarmuschs „Paterson“.

Wir dachten ja schon fast, wir hätten Indie-Liebling Adam Driver an das Blockbuster-Kino verloren. Immerhin ist er durch „Star Wars“ jetzt sogar kleinen Kindern bekannt. Doch dann kam Jim Jarmusch und machte aus Driver den Busfahrer und heimlichen Poeten „Paterson“. Und als dieser fährt er täglich durch seine Stadt, schreibt in den Pausen einige Zeilen, hört sich die Ideen seiner Freundin and und startet dann wieder in den nächsten Tag. Klingt langweilig? Ist es nicht, zeigt nur ein Leben in der Schleife, in der sich trotzdem viel Schönes finden lässt.

Wiener Dog

Ein Blick auf verschiedene Figuren der amerikanischen Gesellschaft, allerdings aus der Sicht eines Dackels. Der Vierbeiner hat in seinem Leben gleich mehrere Besitzer, darunter Greta Gerwig und Danny DeVito. Smart, humorvoll und niedlich ist diese Indie-Perle, mit der die hauseigenen Amazon Studios 2016 klarstellten, dass sie zukünftig die erste Adresse für gutes Indie-Kino sein wollen. Geheimtipp!

Die Taschendiebin

Düster und familiär: „Die Taschendiebin“ feierte seine Premiere in Cannes.

Der vielleicht komplizierteste, definitiv aber der erotischste Film in dieser Liste. Chan-wook Park, seit Jahren gefeierter Regisseur aus Südkorea, inszeniert Intrigen in einem koreanischen Anwesen in den 1930ern dermaßen schön, dass man am liebsten mit einziehen möchte. Obwohl man dann dem Psychokrieg ausgesetzt wäre, den der Regisseur hier inszeniert. Die Spielfiguren: ein Hausmädchen, eine reiche Dame und ein Heiratsschwindler. Alle irgendwie miteinander im Bett, alle irgendwie gegen alle. Mit irren Twists im Minutentakt.

„American Sniper“

Das einzige Problem dieses Kriegs-Dramas ist die Glaubwürdigkeit des Protagonisten. Chris Kyle (von Bradley Cooper gespielt) war ein Scharfschütze im Irak, leistete dort Heldenhaftes. In seinen Memoiren, auf denen sich Clint Eastwoods Film stützt, stehen allerdings auch viele Ungereimtheiten, die aber größtenteils nach seinem Kriegseinsatz auftauchen. Die wahren Ereignisse sind also mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, dafür aber immer packend und emotional.

Die Liste wird fortlaufend aktualisiert, die besten Filme beim Streaming-Dienst Netflix findet Ihr hier. 

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