The Clipse

Die Star-Produzenten The Neptunes verhelfen dem HipHop-Duo aus Virginia zu einem gelungenen Start.

Die Musik: Auch wenn das musikalisch beschämende Intro von einer Orff-Gruppe im Kindergarten-Alter stammen könnte – die chronisch überarbeiteten und inzwischen nicht unumstrittenen Superproduzenten The Neptunes haben sich für das Debüt „Lord Willin“ ihrer Schützlinge The Clipse einige ihrer besten Songs aufgehoben. So klingt das Sample-freie „Young Boy“ mit Malices Kopfstimmen-Gesang mehr nach Curtis Mayfield als nach HipHop, wahrend „Cot Damn“ dank der dramatischen Bläsersätze an Isaac Hayes erinnert. Futuristischer, aber nicht weniger funky: „When The Last Time“, das abgefahren genug für eine Missy-Elliott-Platte wäre.

Die Kunstler: Pharrell Williams war ein unbeschriebenes Blatt, als er die Brüder Malice (Gene Thornton) und Pusha T (Terrence Thornton) bei einem Hip-Hop-Jam in Virginia entdeckte. Er versprach den MCs, die in den 80er Jahren von der Bronx in den Süden gezogen waren, ein gemeinsames Demo aufzunehmen. Als er mit Chad Hugo 1999 „The Neptunes“ zu einem der angesehensten Namen im HipHop gemacht hatte, löste er sein Versprechen ein und verschaffte The Clipse einen Plattenvertrag. 2002 erschien ihr Debüt, das die HipHop-Welt um eine „Virginia-Perspektive“ bereichern soll, wie Malice erklärt. The Clipse – Lord Willin‘ (Arista/BMG)

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